Blockade-Parken auf der Mozartstraße: Stadt Unna ruft den Abschleppdienst

dzFahrer uneinsichtig

Einseitig zugeparkte Straßen erschweren das Durchkommen mit dem Auto ungemein. Zweiseitig zugeparkte Straßen gibt es inzwischen auch – was die Stadt zu drastischeren Mitteln greifen lässt.

Unna

, 02.12.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Straßen nicht nur zum Abstellen eines Autos gedacht sind, sondern auch zum Bewegen eines Autos, entfällt bisweilen selbst denen, die eigentlich beides tun. So geschah es nun zum Beispiel an der Mozartstraße, wo Anlieger zuletzt Augenzeugen eines besonderen Schauspiels wurden: Der Fahrer eines Kleinwagens schaffte es, die vermeintlich freie Fahrspur so zu blockieren, dass nur Fahrräder und Motorräder durchgepasst hätten.

Manche Fahrzeuge umfuhren das Hindernis auf dem Gehweg. Die Müllabfuhr musste aufgeben und sich einen anderen Weg suchen. Ein herbeigerufener Mitarbeiter des Ordnungsamtes griff zu einem verhältnismäßig drastischen Mittel: Er rief den Abschleppdienst an, um das akute Problem zu beseitigen.

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Das grundsätzliche Problem hält an, wie es Anwohner nun gegenüber unserer Redaktion schildern. Der Parkdruck auf der Mozartstraße zwischen Ring und Mühlenstraße ist enorm. Und immer wieder komme es zu Situationen, in denen zumindest für größere Fahrzeuge kein Durchkommen mehr ist.

Das sei ein Ärgernis für die Müllabfuhr, bei Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst aber bedrohlich. Oft seien es Berufstätige, die ihren Wagen während der Arbeitszeiten langfristig abstellen. Wer sie anspricht, um sie auf Fehler hinzuweisen, ernte nicht immer Verständnis oder höfliche Reaktionen, heißt es aus der Nachbarschaft.

Ähnliche Probleme auch an anderen Straßen als der Mozartstraße

Probleme, wie sie nun von der Mozartstraße geschildert werden, gibt es in Unna an vielen Straßen. Die dichter besiedelten Bereiche sind dafür eher anfällig, weil die Menschen heute mehr Autos besitzen als die Bauordnung an Stellplätzen vorgibt.

Stadtbetriebe und Feuerwehr haben das Problem schon mehrfach angemahnt. Gerade im Einsatzfall könne es wertvolle Zeit kosten, sich einen anderen Weg suchen oder den bereits eingeschlagenen freiräumen zu müssen.

Die Stadt stößt mit ihren Mitteln an Grenzen: Mit Park- und Halteverboten, markierten Stellplätzen, Parkschein- oder Parkscheibenpflicht hat sie zunächst die Möglichkeit, das Parken zu ordnen. Mit Knöllchen und schlimmstenfalls dem Abschleppdienst kann sie Verstöße ahnden. Doch gegen die Ignoranz Einzelner ist kein Kraut gewachsen: Gerade an der Mozartstraße kontrolliert das Ordnungsamt recht konsequent. Wer die Situation dort kennt, weiß auch, dass die Aussichten auf ein „Knöllchen“ bei Verstößen sehr hoch ist.

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