Bisher höchstens 75 Kinder in Unna in der OGS - Sommerferien noch nicht planbar

dzCorona und Kinderbetreuung

Die Offenen Ganztagsschulen in Unna haben in der ersten Woche mit Corona noch relativ wenig Kinder betreut. Einige Fragen aber sind noch ungeklärt - zum Beispiel zu den Sommerferien.

Unna

, 18.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahl der Kinder, die in der vergangenen Woche in Offenen Ganztagsschulen (OGS) an den Unnaer Grundschulen betreut wurden, erscheint noch relativ gering. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren es höchstens 75 insgesamt. Das wäre noch nicht einmal ein Zehntel der für die OGS angemeldeten Grundschüler in Unna.

Maximal 16 Kinder pro Schule bisher

Seit Montag (11. Mai) seien täglich zwischen 45 und 75 Kinder in der Nachmittagsbetreuung an allen Unnaer Grundschulen gewesen, berichtete die Pressestelle des Rathauses auf Anfrage unserer Redaktion. Maximal 16 Kinder pro Schule hätten betreut werden müssen.

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Für die Nachmittagsbetreuung gelten die selben Corona-Regeln wie für den Schulbetrieb, der wieder begonnen hat. Das heißt, Schüler müssen Abstand zueinander halten und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Laut Stadtverwaltung dürfen für die Betreuung neben den OGS-Räumen jeweils auch andere Klassen in den Schulen genutzt werden, damit ausreichend Platz zur Verfügung steht.

Spielzeug aus hygienischen Gründen aussortiert

Die OGS-Träger mussten das Hygienekonzept im Vorfeld umsetzen - bis in die Details. „Alle Spielsachen wurden gereinigt. Vieles haben wir auch aussortiert“, berichtet Yvonne Gutzeit von der Sozialpädagogischen Initiative (SPI), die in Unna fünf Offene Ganztagsschulen betreibt, weitere in Kamen, Fröndenberg und Bergkamen. Sollten die Betreuungszahlen steigen, kämen auf die OGS noch Herausforderungen zu, es müsse dann viel koordiniert werden, auch personell, so Gutzeit.

Offene Ganztagsschule

Normalerweise Kinderscharen

Über 900 Grundschulkinder sind im laufenden Schuljahr für die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule (OGS) angemeldet. Das ist etwa jeder zweite Grundschüler. Die Betreuungszahlen sind in den vergangenen Jahren stetig angewachsen - Hauptgrund dafür ist, dass an mehreren Grundschulstandorten räumliche Erweiterungen nötig werden.

Gruppen dürfen sich nicht mischen

Zu den OGS-Kindern kommen rechnerisch noch die in den Notbetreuungsgruppen hinzu. Das waren zu Beginn der Notgruppen Anfang April 53, die Notbetreuung wurde dann ausgeweitet und mehr Familien ermöglicht. Kinder in der Notbetreuung und die, die jetzt zur OGS gehen, sollen nicht miteinander vermischt werden, um Ansteckungen zu vermeiden.

Ferien und Mittagessen schlecht planbar

„Was in den Sommerferien passiert, weiß noch keiner“, sagt Gutzeit. Bisher wurde das Betreuungsangebot in den großen Ferien immer konzentriert: Es gab eine große Gruppe an einer Schule, in der zweiten Ferienhälfte dann an einer anderen. Wird das erlaubt sein? „Eltern fragen schon danach“, sagt Gutzeit, „aber wir warten noch auf eine offizielle Rückmeldung dazu.“

Schwierig derzeit sei auch die Verpflegung: Caterer liefern sonst mitunter Mittagessen in der Größenordung von 100 allein an eine Schule. Nun, so Gutzeit, sei es nicht einfach, warme Mahlzeiten zu organisieren für wenig Kinder, deren Zahl bisher so schlecht planbar ist.

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