Billige Schlagringe aus chinesischem Online-Shop bringen Unnaer vor Gericht

dzVerstoß gegen Waffengesetz

Wenn Dinge im Internet angeboten werden, heißt das nicht unbedingt, dass man sie kaufen darf. Das hat ein junger Mann aus Unna nun vor Gericht gelernt. Dabei waren die Schlagringe doch so günstig gewesen.

von Sylvia Mönnig

Unna

, 12.02.2020, 10:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Angebot eines chinesischen Online-Shops war einfach zu verlockend: drei Schlagringe für einen Euro. Ein 21-jähriger Unnaer griff zu – und beging damit einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Dieser kam ihn nun teuer zu stehen.

Im Zuge einer Kontrolle im Postzentrum wurde die illegale Bestellung Mitte Juni vergangenen Jahres ans Tageslicht befördert und sofort beschlagnahmt. Bei dem Adressaten handelte es sich um den jungen Unnaer.

Nun befasste sich das Amtsgericht mit seinem Fall und der 21-Jährige verwies auf das unschlagbar günstige Angebot, das er in einer App im Internet entdeckt habe. Böses habe er sich bei der Bestellung nicht gedacht oder etwas Böses mit den Schlagringen tun wollen. „Ich habe das aus Jux und Dollerei gemacht“, erklärte er kleinlaut und stimmte quasi im nächsten Atemzug der außergerichtlichen Einziehung der drei Schlagringe zu.

Diese Bereitschaft und das offene Geständnis wirkten sich schließlich zu seinen Gunsten aus. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu 300 Euro Geldstrafe verurteilt. In der Begründung der Entscheidung wurde der Strafrichter deutlich: „Sie hätten die Schlagringe auch geschenkt nicht annehmen dürfen.“

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