Bildungscampus in Königsborn drei Monate hinter dem Zeitplan

dzMehr Schadstoffe als vermutet

Eigentlich sollten die ehemaligen Gebäude der Anne-Frank-Realschule längst Geschichte sein. Doch der Abriss des einstigen Schulgebäudes verzögert sich weiter. Die im Gebäude enthaltenden Schadstoffe sind zahlreicher als angenommen.

Unna

, 01.10.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Für den Abbruch der ehemaligen Realschulgebäude in Königsborn wird möglicherweise ein externer Berater notwendig sein. In der Vorbereitung des Abrisses wurde die Bausubstanz gründlich untersucht – mit dem Ergebnis, dass dabei mehr und vor allem auch andere Schadstoffe gefunden wurden, als bisher angenommen wurde. Das sagte Kreis-Pressesprecherin Constanze Rauert auf Anfrage unserer Redaktion.

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Mitte Juli hatten die letzten Schüler der Anne-Frank-Realschule die Gebäude verlassen. Sie werden nun am Standort der Hellweg-Realschule unterrichtet. Das schadstoffbelastete Schulgebäude in Königsborn soll Platz machen für die umfangreichen Pläne des „Bildungscampus Königsborn“, die unter anderem vorsehen, dass bis zum Schuljahr 2020/21 das Förderzentrum Unna auf dem Gelände neu gebaut wird, auf dem sich derzeit noch die Altgebäude der Anne-Frank-Realschule befinden.

Zahlen zum Bildungscampus

Abbruch kostet 1,1, Millionen Euro

  • Der Abbruch der Anne-Frank-Realschule und der Neubau des Förderzentrums Unna sind in einem Vertrag zwischen dem Kreis und der Stadt Unna geregelt.
  • Von den Abbruchkosten in Höhe von 1,1, Millionen Euro trägt der Kreis 0,8 Millionen Euro.
  • Die Gesamtkosten für den Neubau des Förderzentrums – inklusive des Abbruchs der alten AFR-Gebäude – wurden Ende 2017 mit 9,5 Millionen Euro angesetzt.

„Dieser Zeitplan steht weiterhin“, betont Rauert, auch wenn die aktuellen Schadstofffunde bedeuten, dass die Planungen drei Monate hinter dem Zeitplan liegen. „Wir müssen jetzt gucken, wie wir das entsorgen können. Möglicherweise brauchen wir dazu einen externen Berater und müssen einen Sanierungsplan aufstellen“, so die Kreis-Pressesprecherin. Einen Zeitplan, wann die Gebäude dann tatsächlich abgerissen werden können, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt nicht verlässlich nennen. „Das hängt davon ab, was da wirklich drin ist“, so Rauert.

Dass die Schulgebäude schadstoffbelastet sind, ist seit Langem bekannt. Seit 2011 wurden die Realschüler in Raummodulen unterrichtet, nachdem im Obergeschoss des Hauptgebäudes PCB entdeckt worden war. Die 108 Raummodule, mit denen vor sieben Jahren der Anfang vom Ende der Königsborner Realschule sichtbar wurde, wurden bereits im Juli abgebaut.

Die nun gefundenen Schadstoffe in den alten Schulgebäuden seien zwar gefährlich, für die Bevölkerung gehe aber keine Gefahr aus, betont Rauert: „Das Gelände ist komplett mit Bauzäunen abgesichert, sodass der Zutritt ohnehin verwehrt ist.“

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