Platz am Morgentor mit neuen Biergärten: Bauarbeiten sollen Anfang Januar beginnen

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Wenn die Weihnachtsferien vorbei sind, soll die Umgestaltung am Morgentor in Unna endlich beginnen. Damit naht das Ende der störenden Bauzäune, und die Gastronomie kann sich weiterentwickeln.

Unna

, 30.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem Jahr 2017 hat die Fläche zwischen dem Morgentor und dem Ostring in Unna Baustellencharakter. Zunächst berührte die Kortelbach-Großbaustelle die Fläche. Dann wurde ein unterirdischer Hohlraum entdeckt, der seit Mitte 2018 eine umfangreiche Sperrung des Bereichs nötig machte. Seitdem ist nichts passiert. So blicken Innenstadtbesucher nun seit rund eineinhalb Jahren auf ein System von Bauzäunen. Der Gehweg auf der Innenseite des Rings ist versperrt. Ab Januar soll sich diese störende Situation endlich ändern.

Das Ende der Käfighaltung ist jetzt absehbar: Im Januar sollen Bauarbeiten am Morgentor beginnen.

Das Ende der Käfighaltung ist jetzt absehbar: Im Januar sollen Bauarbeiten am Morgentor beginnen. © Udo Hennes

Auftrag an Baufirma vergeben

Ursprünglich war geplant, mit den Bauarbeiten für einen neuen „Platz am Morgentor“ noch in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu beginnen. Doch nun hat die Stadt erst im Dezember einen Auftrag dafür vergeben. Ab der zweiten Kalenderwoche 2020, so ist es den Auftragsunterlagen zu entnehmen, soll eine Baufirma aus Meschede den südlichen Abschnitt des Projekts angehen.

Drei neue Terrassen für Außengastronomie

Dieser umfasst ein Stück der Straße Vosskuhle vor der Gaststätte Tortuga am Morgentor sowie die Fläche von dort bis zum Gehweg am Ring, die zu einem Biergarten umgebaut werden soll. Daneben soll Platz für mehr Außengastronomie geschaffen werden für das Waffelstübchen und noch ein Stück weiter südlich für die Vinothek Bodega. Drei neue Biergärten werden dann in Stufen hintereinander zwischen dem Ostring und der Stadtmauer liegen.

Francisco Valero, Wirt an der Vosskuhle, freut sich über mehr Platz für die Außengastronomie. Wo jetzt noch die historische Stadtmauer verläuft (Hintergrund) soll ein weiterer Biergarten gebaut werden.

Francisco Valero, Wirt an der Vosskuhle, freut sich über mehr Platz für die Außengastronomie. Wo jetzt noch die historische Stadtmauer verläuft (Hintergrund) soll ein weiterer Biergarten gebaut werden. © Marcel Drawe

Die Mauer soll weiter entlang ihrer historischen Lage nachgebaut werden. Oben an der Vosskuhle soll sie etwa 70 Zentimeter hoch werden, unten an der Morgenstraße sollen Natursteine bis 1,80 Meter hoch aufgeschichtet werden. Über Schwellen aus Natursteinpflaster sollen Gäste und Personal die Biergärten durch Öffnungen in der Mauer erreichen. Die große Außengastronomiefläche an der Morgenstraße soll auch direkten Zugang zum Gehweg an der Kreuzung haben.

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Abschluss mit neuem Platz erst 2021

Die Planung erscheint durchaus ambitioniert: Der Ausführungszeitraum geht bis einschließlich zur neunten Kalenderwoche, endet also Ende Februar. Es bleibt abzuwarten, ob bis dahin die Terrassen tatsächlich neu gestaltet werden können.

Das Projekt steht in einem Zusammenhang mit weiteren Umbaumaßnahmen: Ebenfalls in diesem Jahr sollen die Burgstraße und Kleine Burgstraße neu gebaut werden. Schritt 3 - geplant für 2021 - ist dann der Bau des „Platzes am Morgentor“, eines neu konzipierten Platzes im Kreuzungsbereich, auf dem der Autoverkehr allen anderen untergeordnet wird unter dem Stichwort „Shared Space“ (übersetzt etwa „geteilter Verkehrsraum“).

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