Bewusste Verzögerung: Linke hält europaweite Suche nach Eishallenbetreiber für unnötig

dzPolitik

Die Art, wie „Unna braucht Eis“ der Stadtverwaltung die Zusammenarbeit aufgekündigt hat, war im Rat der Stadt auf Missbilligung gestoßen. Die Linke-Fraktion allerdings teilt viele Kritikpunkte von „UbE“.

Unna

, 20.05.2020, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kürzungen im öffentlichen Angebot äußerst skeptisch zu sehen, gehört für die Linke gewissermaßen zum politischen Markenkern. Und so hatte sich die Linke-Fraktion in Unna schon von Anfang an für eine Sanierung der Eishalle ausgesprochen, als eine Mehrheit des Rates das Aus der Einrichtung einläuten wollte.

Dementsprechend groß ist nun auch das Verständnis für die Verbitterung, mit der „Unna braucht Eis“ der Stadt die Zusammenarbeit aufgekündigt hat.

Fraktionschefin Petra Weber fürchtet, dass die Stadt Unna eine Chance verspielt haben könnte. Zudem zweifelt sie die Rechtsauffassung der Stadtverwaltung an, nach der die Betreiberschaft der Eishalle zwingend europaweit ausgeschrieben werden müsse.

Nach Einschätzung der Linken hätte die Stadt auch ohne Ausschreibung einen Partner suchen können, da es sich um eine gemeinnützige Anlage für den Breitensport handelt. „Unna braucht Eis“ und der KJEC als Nutzer hätten die Halle in Pacht nehmen und in kleinen Schritten nach vorne bringen können – so wie es der Freibadverein im Bornekamp erfolgreich für den Breiten- und Gesundheitssport im Wasser leistet, meint Weber. „Auch für uns sieht das alles sehr nach einer bewussten Verzögerung aus“, stellt sie klar.

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