Beim Asphalt streckt sich Unna nach der Decke

dzGeld reicht nicht

1,4 Millionen Euro kann Unna in diesem Jahr für neue Fahrbahnbeläge ausgeben. Das klingt nach viel Geld, ist aber dennoch zu wenig. Mitunter bleiben unerklärlich kurze Abschnitte mit schadhaften Asphalt unerledigt liegen.

Unna

, 09.10.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit neuen Asphaltdecken für 16 Straßenabschnitte will die Stadt den Autofahrern in Unna den Weg bereiten. Auf den ersten Blick erscheint das Arbeitsprogramm in diesem Jahr üppig. Tatsächlich greift es immer noch zu kurz – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie sehr sich die Stadt nach der (Asphalt-)Decke strecken muss, sieht unser Leser Karl Thowarth vor seiner Haustür an der Eichenstraße. Auch dort hat die Stadt die Fahrbahn saniert, aber eben nicht flächendeckend. Am Einmündungsbereich zur Falkstraße und vor dem Jonahaus stößt die frische Fahrbahn auf Asphalt, der nicht jünger ist als der bereits ausgetauschte – und eigentlich auch nicht sehr viel besser in Schuss.

„Elefantenhaut“, wie sie dort zu sehen ist, kündigt in der Regel ein sehr baldiges Ende der Lebensdauer einer Fahrbahn an. Durch die tiefen Risse sickert Feuchtigkeit in die Asphaltschicht ein, und im Winter drückt sie der Frost auseinander. „Es wäre doch einfach sinnvoll, so eine Straße in einem Zug durch zu erneuern, wenn man schon mal dabei ist“, meint Karl Thorwarth, der sich mit dieser Anregung auch schon an die Stadtverwaltung gewandt hat.

Handlungsbedarf sieht die Stadt für die „alten“ Abschnitte der Fahrbahn durchaus. Nur: Das Geld ist offenbar zu knapp, als dass die Stadt einfach einmal mehr machen könnte als unbedingt nötig. Für das Deckensanierungsprogramm 2018 sei ein festes Budget von 1,4 Millionen Euro veranschlagt, das für die 16 Abschnitte der Arbeitsliste ausreichen müsse, teilte die Stadtverwaltung in einer Antwort an Thorwarth mit. Die Abschnitte der Eichenstraße, die nun nicht erneuert worden sind, wiesen nach Einschätzung der Stadt „leichtere Schäden“ auf, die „bedauerlicherweise“ aktuell nicht instandgesetzt werden. Sollte nach der Endabrechnung der 16 Maßnahmen im diesjährigen Programm noch Geld im Topf sein, könnten aber weitere Aufträge vergeben werden. Thorwarth indes gibt sich skeptisch: „Das wird doch nicht passieren“, meint er. „Wenn eine Firma mit ihrem Gerät erstmal abgerückt ist, dann war es das doch auch erstmal.“

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