Bei der Kompost-Aktion der Verbraucherzentrale lernen selbst Erwachsene noch viel

dzGarten

Der eigene Garten ist durch die Corona-Krise bei vielen Menschen wieder mehr in den Fokus gerückt. Da passt die Ferienaktion der Verbraucherzentrale gut in die Zeit: Es geht ums richtige Kompostieren.

Stockum

, 02.07.2020, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frischer Salat, leckere Erdbeeren oder Tomaten: Wer das im eigenen Garten anbauen will, braucht guten Dünger. Ein Komposthaufen kann da helfen - wenn man weiß, wie er richtig angelegt und genutzt wird.

Genau das haben die jungen Teilnehmer der Ferienspaß-Aktion der Verbraucherzentrale am Donnerstag auf dem Hofmarkt Stockum gelernt - inklusive Kontaktaufnahme mit dem wichtigsten Komposthelfer.

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„Meine wollen alle rauskrabbeln!“ - Vorsichtig schiebt der fünfjährige Marc die drei kleinen Regenwürmer wieder zurück auf den Teller voller Erde, den er in der Hand hält. Flink sind sie, die kleinen Würmer - und das, obwohl sie heute einen ganz schön trubeligen Tag haben.

Denn anstatt im Komposthaufen von Uta Wippermann-Wegener Bioabfälle in wertvolle Erde zu verwandeln, sind die Regenwürmer heute auf „Betriebsausflug“: Die Beraterin aus der Verbraucherzentrale Unna hat einige Schaufeln voll Kompost mit auf den Hofmarkt Stockum gebracht - als Anschauungsmaterial für die Kinder.

„Wisst ihr denn, wozu man Regenwürmer braucht?“, fragt Wippermann-Wegener in die Runde. „Die bringen Luft in die Erde!“ „Die machen den Boden lockerer!“ „Die machen Gänge in den Boden, damit Wasser zu den Wurzeln der Pflanzen kommt!“ Das Regenwurm-Wissen in der kleinen Gruppe scheint schon ziemlich groß zu sein.

Trotzdem gibt es viele Fragen: Marie beispielsweise will wissen, wieso manche Regenwürmer „dickere Stellen“ haben. „Die sind meistens auch etwas dunkler. Was ist das?“ Dass diese Verdickungen der Fortpflanzung dienen, wussten auch längst nicht alle der anwesenden Eltern.

Wo krabbeln sie denn? Jedes Kind bekam ein Häufchen Komposterde auf einen kleinen Teller - inklusive Regenwürmern. Die galt es zu beobachten und zu beschreiben.

Wo krabbeln sie denn? Jedes Kind bekam ein Häufchen Komposterde auf einen kleinen Teller - inklusive Regenwürmern. Die galt es zu beobachten und zu beschreiben. © Marcel Drawe

Und dann räumt Uta Wippermann-Wegener mit einem Gerücht über Regenwürmer auf, das sich hartnäckig hält: „Stimmt es, dass die beiden Teile eines Regenwurms überleben, wenn man aus Versehen einen Regenwurm mit einem Spaten zerteilt?“

Unsicherheit im Raum, auch die Erwachsenen sind unentschlossen. „Es überlebt nur der Teil des Wurms, der den Mund hat“, erklärt Uta Wippermann-Wegener, „denn nur er kann ja weiterhin Nahrung aufnehmen.“

Welche Nahrung der Regenwurm braucht, um guten Kompost herzustellen, wissen die Kinder eigentlich schon - trotzdem wird beim „Müll-Sortieren“ noch ein wenig gerätselt. Dass eine Coladose nicht auf den Komposthaufen gehört, ist allen klar.

Doch kommt sie nun in die graue oder in die gelbe Tonne? „Das ist Aluminium, das ist ein Wertstoff, also kommt die Dose in die gelbe Tonne“, erklärt Uta Wippermann-Wegener. Eine einfache Regel - an die auch so manch‘ Erwachsener nochmal erinnert werden kann.

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