Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

dzBeetprojekt

Mit dem „Garten mille fiori“ haben Dietmar und Frauke Nowodworski einen wunderbaren Anziehungspunkt mitten in der Stadt Unna geschaffen. Jetzt ist auch die Kunst Teil des Projektes geworden.

Unna

, 25.08.2019, 11:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es waren leise Gitarrenklänge von Thomas Quast, die die Blicke von Passanten am späteren Samstagnachmittag in Richtung Wilhelm-Sternfeld-Gasse lenkten. Dort haben Dietmar und Frauke Nowodworski den „Garten mille fiori“ geschaffen - aus einem unwirtlichen Ort wurde ein prächtiges Naturparadies.

Am Samstagnachmittag nun wurde dieser Ort auch zu einem Ort der Kunst. Installationen aus dem „arthaus:nowodworski“ bereichen nun zusätzlich zu Kräutern, Obst, blühenden Blumen und schattenspendenden Bäumen diesen besonderen Ort.

Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

Es war ein fröhliches, kleines Fest, das die Nowodworskis mit Freunden und Unterstützern an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse feierten. © Dirk Becker

Mit einem kleinen Fest bedankten sich die beiden Unnaer Künstler bei ihren Unterstützern. Denn die Unnaer Bevölkerung hatte früh Notiz davon genommen, dass die Nowodworskis das Beet umgestalteten - zunächst ohne das Wissen der Stadtverwaltung. Doch auch die Stadt Unna unterstützte das Duo, als es davon erfuhr. Deswegen war am Samstag auch Bürgermeister Werner Kolter dabei - in kurzen Hosen nahm er die erste Tomate aus dem „Garten mille fiori“ entgegen.

Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

Garten mille fiori Dietmar und Frauke Nowodworski © Dirk Becker

Dietmar und Frauke Nowodworski dankten für die Unterstützung der Bevölkerung - mit Ratschlägen, Pflanzen- und Geldspenden und vielen lieben und ermunternden Worten. Es kamen auch Bürger, die ihren Garten aufgeben mussten und glücklich waren, ihre Schützlinge, oft auch seltene Sorten, in diesem speziellen Garten unterzubringen. Fast jede Pflanzenspende hat noch einmal eine ganz individuelle Geschichte ihrer vorigen Besitzer.

Auf diese Art und Weise ist der „Garten mille fiori“ in ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Unnaer Bürgern geworden.

Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

Thomas Quast sorgte für die Musik im „Garten mille fiori“. Da wurde das begehbare Beet zur Bühne. © Dirk Becker

Zur Vision des Künstlerduos gehörte von Beginn an natürlich auch die Kunst - und am Wochenende wurden Skulpturen im Garten installiert, die jetzt ein fester Bestandteil sind. Die Kunst unterstreicht einerseits das Ambiente, soll aber andererseits auch Denkanstöße geben, wie die Skulptur „The earth is watching you (Mutter Erde schaut zu)“.

Mit Wolfgang Patzkowsky gab es am Samstag eine besondere Führung unter dem Motto: „Es blüht so grün - Stadtoasen in Unna“. Diese Stadtführung ging vorbei an ganz speziellen Orten der Stadt. Natürlich gibt es noch weitere Privatinitiativen von Bürgern, der Stadt ein blühendes Antlitz zu verleihen. Auch auf diese wurde bei der Stadtführung aufmerksam gemacht.

Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

Raimon Weber hielt eine kurze Lesung im „Garten mille fiori“. © Dirk Becker

Der Abschluss der Führung fand dann aber im „Garten mille fiori“ statt, wo sich Frauke und Dietmar Nowodworski mit einem kleinen Event sich bei allen Spendengebern und Unterstützern bedankten. Dazu gab es Livemusik von Thomas Quast, der Unnaer Autor Raimon Weber hielt eine kurze Lesung zum Thema Expedition.

Die Nowodworskis sind sich sicher, dass mit dieser Art von Projekten ein neues Stadtklima entstehen könnte - nicht nur ökologisch, sondern auch sozial gesehen, ein neuer Kommunikationsort.

Kunst ist in den „Garten mille fiori“ in Unna eingezogen

Ein blühendes Stück Unna: der „Garten mille fiori“. © Dirk Becker

Längst ist der „Garten mille fiori“ zur Stadtoase geworden und wird von Jung und Alt genutzt. Viele verbringen dort ihre Mittagspause, Gäste von auswärts machten dort Picknick und meinten: „So etwas Schönes gibt es in unserer Stadt nicht“.

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Mitbürger gehen mit ihren Besuchern extra durch die Wilhelm-Sternfeld-Gasse und freuen sich über die positive Entwicklung. Nachbarn nutzen den Garten als Treffpunkt und immer wieder gibt es neuen Gesprächsstoff. Auch das zeigte der Samstag.

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