Nach monatelangen Arbeiten: Baustelle an der Gadumerstraße ist fast fertig

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Neue Strom- und Gasleitungen und eine neue Wasserhauptleitung: Für diese Arbeiten mussten die Anwohner der Gadumerstraße viel Geduld aufbringen. Jetzt ist ein Ende der Dauerbaustelle in Sicht.

Königsborn

, 16.10.2019, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es begann im Oktober 2018: Um die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes Unna Kamen mit Gas und Strom zu versorgen, musste im Bereich der Gadumerstraße gegraben werden. Diesen Bauarbeiten der Stadtwerke Unna schloss sich der Wasserversorger Gelsenwasser an und bereitete die Erneuerung der Hauptversorgungsleitung in der Gadumerstraße vor. Die Idee: Wenn die Straße schon aufgerissen werden muss, dann lassen sich sofort mehrere Aufgaben auf einmal erledigen. Ein sinnvoller Gedanke. Trotzdem verlieren die Anwohner der Dauerbaustelle so langsam die Geduld.

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Klonk. Klonk. Zweimal macht es „Klonk“, wenn ein Fahrzeug über die Metallplatte fährt, die auf der Gadumerstraße im Kreuzungsbereich mit der Straße „Am Roten Gradierwerk“ liegt. Sie ist ein Provisorium, das ist klar, dient sie doch offenkundig dazu, den aufgefrästen Boden, in dem sich die Rohrleitungen befinden, befahrbar zu machen, bis neuer Asphalt draufkommt.

Nach monatelangen Arbeiten: Baustelle an der Gadumerstraße ist fast fertig

Diese Metallplatte an der Gadumerstraße zerrt an den Nerven der Anwohner: Jedes Mal, wenn ein Fahrzeug sie überquert, ist das unüberhörbar. © Anna Gemünd

Doch für die Anwohner ist dieses Provisorium nervenaufreibend. „Eine Bekannte, die direkt in diesem Bereich wohnt, erzählte, dass sie nachts senkrecht im Bett steht, wenn jemand über diese Platte fährt. Das Geräusch sei unerträglich“, sagt Wolfgang Renes. Er selbst wohnt am Afferder Mühlbach, nur wenige Meter von der Gadumerstraße entfernt, über die er nahezu täglich fährt.

„Der Zustand dieser Baustelle ist unhaltbar“, sagt er und meint damit nicht nur die laut scheppernde Metallplatte: Absperrbaken stehen dort, wo die Rohre bereits erneuert wurden und der Asphalt noch nicht endgültig verlegt ist. Sie blockieren Parkplätze am Straßenrand, die in der dicht bebauten Straße dringend nötig sind. „Sie müssten das mal abends sehen, wenn die Menschen nach Hause kommen und die ganzen Autos irgendwo bleiben müssen“, sagt Renes.

Nach monatelangen Arbeiten: Baustelle an der Gadumerstraße ist fast fertig

Durch die Bauarbeiten fehlen den Anwohner schon seit Monaten die Parkmöglichkeiten am Straßenrand. © Anna Gemünd

Riskante Fahrmanöver, wenn sich entgegenkommende Autos an den Baken vorbeischlängeln, seien an der Tagesordnung. „Und dann hat man noch das Gefühl, dass diese Baustelle nie fertig wird. Da passiert ja gar nichts mehr.“

Tatsächlich aber soll die Baustelle in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Wie ein Pressesprecher von Gelsenwasser auf Anfrage unserer Zeitung sagt, sind für die zweite Herbstferienwoche die abschließenden Oberflächenarbeiten geplant. „Dafür wird eine Vollsperrung der Straße notwendig sein. Weil dies außerhalb der Ferien schwierig gewesen wäre, zumal auch ein Schulbus dort entlang fährt, werden diese letzten Arbeiten erst jetzt in den Herbstferien durchgeführt“, erklärt der Pressesprecher, der gleichzeitig um Verständnis bei den Anwohnern wirbt.

Die dürften vor allem froh sein, wenn das „Klonk“ in wenigen Wochen der Vergangenheit angehört.

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