Hilfe für Bauern in Amerika: Kolpingsfamilie bringt seit 25 Jahren Tatico-Kaffee nach Unna

dz„Faire Woche“

Zur „Fairen Woche“ ist der Blick auf jene gerichtet, die durch den globalen Handel gewissermaßen in die Röhre schauen. Die Kolpingsfamilie in Hemmerde versucht ein Stück weit zu helfen.

Unna

, 12.09.2019, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben vielen „Gewinnern“ des Welthandels gibt es auch unzählige „Verlierer“: Zur letzteren Gruppe zählen wohl auch Kaffeebauern in Lateinamerika, deren Bezahlung ebenso schlecht ist, wie die Bedingungen unter denen sie arbeiten. Die Kolpingsfamilie Hemmerde beschäftigt sich seit 25 Jahren mit „fairem Handel“ und versucht jenen „Abgehängten“ zu helfen.

Gemeinsam mit dem Kolping-Diözesanverband Paderborn und dem Kaffeeröster Klaus Langen aus Medebach hat der Kolping-Ableger in Hemmerde das Bio-Kaffee-Projekt ins Leben gerufen. Die Kolpingsfamilien unterstützen das Projekt durch den Verkauf von fair gehandeltem Kaffee der Marke Tatico. In Unna zählen neben dem Café Muckefuck auch etwa 40 Haushalte zu den regelmäßigen Abnehmern des Tatico-Kaffees.

Mit Langen haben sie einen Unterstützer, der vor Ort mit anpackt. So reiste er in den vergangenen Jahren mehrfach in Kaffee-Anbaugebiete. Vor Ort leistete er „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aus- und Weiterbildung, Kleinkredite, ärztliche Versorgung und Boni für den Bio-Anbau zählen zu den Maßnahmen, die den Kaffeebauern als Grundlage dienen sollen, ihre Umstände zu verbessern.

Die Kolpingsfamilie Hemmerde bringt den fair gehandelten Kaffee in Unna auf den Markt und unterstützt damit die Aktion seit 1994. Ab Freitag, 13. September, läuft die sogenannte „Faire Woche“, in der die Kolpingsfamilie für die Aktion und den Bio-Kaffee werben möchte.

Am 19. September findet aus diesem Anlass eine Infoveranstaltung statt, wo die Besucher unter der Leitung von Konrad Bröckling, Vorsitzender des Diözesanverbandes Paderborn der Kolpingsfamilie, auf eine Reise nach Lateinamerika eingeladen werden. Dort wird ein Film mit dem Kaffeeröster Klaus Langen gezeigt, in dem seine Erlebnisse auf den jüngsten Reisen festgehalten sind.

„Wir sind der Meinung, dass unsere Gesellschaft das Morgen nur erfolgreich gestalten kann, wenn fairer Handel zu einer Selbstverständlichkeit wird und der Anbau im Einklang mit der Natur stattfindet“, erklärt Langen. Und mehr noch: „Diesen Gedanken gilt es in die Welt hinaus zu tragen und neue partnerschaftliche Projekte anzustoßen und auszubauen“, sagt Langen.

Wer sich für die Aktion der Kolpingsfamilie interessiert, ist am 19. September um 10 Uhr ins Haus des Friedens in Hemmerde, Friedhofstraße 5, eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber hilfreich unter 02308-2096 oder per E-Mail an info@kf-hemmerde.de.

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