Bau der Woolworth-Zentrale in Unna gibt Rückenwind für Vermarktung

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Die Erklärung des Warenhaus-Konzerns Woolworth, seine neue Zentrale in Unna zu bauen, sorgt bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Unna (WFG) für Freude. Die Entscheidung stärke den Kreis Unna als Standort nicht nur im Bereich Logistik, heißt es.

Unna

, 23.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Erleichterung ist Landrat Michael Makiolla und WFG-Geschäftsführer Michael Dannebom gleichermaßen anzumerken. Es war ganz offensichtlich ein Kraftakt, Woolworth im Kreis Unna zu halten. Gelungen sei das auch, weil Aufgaben, die eigentlich aufeinander folgen, parallel gemeistert wurden, sagt Dannebom.

Extra-Flächen erworben

Dazu gehört auch der Grunderwerb von Flächen. „Es war nicht einfach, dem Unternehmen die gewünschte Fläche zur Verfügung zu stellen“, sagt Dannebom. Die WFG musste Flächen kaufen oder gegen Kompensationsflächen tauschen, um eine „Insellage“ zu verhindern, wie Makiolla es nennt. Jetzt gibt es ein zusammenhängendes, 18,2 Hektar großes Grundstück, das Woolworth mit fünf Hallenschiffen sowie einem 15.000 Quadratmeter großen Verwaltungsgebäude bebauen will. Damit bleiben nicht nur die aktuell 400 Arbeitsplätze in Unna erhalten, sondern es entstehen mittelfristig bis zu 1000 Arbeitsplätze.

Woolworth auf Wachstumskurs

Makiolla hat schon die Vision einer „Europa-Zentrale“ von Woolworth in Unna. Tatsächlich ist das Unternehmen nach schwierigen Jahren, einer abgewendeten Insolvenz und einer Neugründung auf Wachstumskurs. Neue Filialen in deutschen Innenstädten entstehen, eine Expansion über die Landesgrenzen hinaus ist denkbar. Der WFG-Geschäftsführer und der Landrat sind gleichermaßen stolz darauf, dass Woolworth in Unna bleibt.

Standortvorteile sind bekannt

Für die Vermarktung der noch freien rund neun Hektar Flächen im interkommunalen Gewerbegebiet Unna/Kamen an der A1 bedeutet die Woolworth-Ansiedelung ebenfalls Rückenwind. „Für den Kreis Unna als Standort müssen wir nicht groß werben. Die Standortvorteile sind auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt“, sagt Dannebom. Die Nähe zu den Autobahnen, die Lage am Rande des Ruhrgebietes und nicht zuletzt immer stärker auch die Mitarbeiterpotenziale im Kreis seien schlagkräftige Argumente. Auf den noch freien Flächen sollen sich laut Dannebom kleine und mittlere Betriebe ansiedeln.

Landrat: „Keine Eintagsfliege“

Landrat Michael Makiolla betont, der jüngste Woolworth-Erfolg der WFG sei „keine Eintagsfliege“. Mit Rhenus in Holzwickede und Kik in Bönen, gebe es weitere große Unternehmen, die ihren Sitz im Kreis Unna hätten. Makiolla wie Dannebom halten es gleichermaßen für wichtig, dass damit auch die Entscheidungsträger vor Ort sind. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Dannebom. Es gebe viele andere Unternehmen, die Standorte im Kreis Unna hätten, aber von außen gesteuert würden.

Offen ist, was aus dem bisherigen Woolworth-Standort an der Formerstraße 6 wird. Eine Sprecherin des Unternehmens verwies auf Anfrage darauf, dass das Objekt angemietet sei und zu den Zukunftsplänen keine Auskunft erteilt werden könne.

Wegen der Erschließung des Interkommunalen Gewerbegebiets Unna/Kamen südlich des Kamen Karree wird der landwirtschaftliche-, Rad- und Gehweg, der ab Hallohweg Nummer 58 in nördlicher Richtung verläuft, ab Mittwoch, 29. August, komplett gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr dauern. Die Umleitung für den Radverkehr führt über den Hallohweg und die Kamener Straße.
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