UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer setzte Speis, bevor eine Kupferröhre mit aktuellen Gegenständen versenkt wurde. Der Bau der „Kita Rasselbande II“ hat bereits Anfang Mai begonnen. © Dirk Becker
Kinderbetreuung

Bau der „Kita Rasselbande II“ in Unna läuft auf Hochtouren

Wenn die „Kita Rasselbande II“ an der Döbelner Straße in Königsborn eröffnet wird, ist sie Teil der größten Einrichtung im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems. Die UKBS treibt den Bau voran.

Offiziell begingen die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft UKBS, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Stadt Unna am Mittwoch die Grundsteinlegung für die „Kita Rasselbande II“, die an der Döbelner Straße entsteht. Tatsächlich aber stehen schon Wände, der Bau schreitet mit großen Schritten voran.

Die UKBS hat die Aufgabe übernommen, gegenüber der Bildungscampus-Baustelle die neue Kita zu errichten. Geschäftsführer Matthias Fischer verwies darauf, dass es baugleiche Kitas bereits in Holzwickede und Bergkamen gibt. Träger ist jeweils die AWO. „Ich danke der AWO, dass sie erneut die Verantwortung übernimmt“, erklärte Landrat Mario Löhr in seiner Funktion als UKBS-Aufsichtsratschef.

Auch Unnas Bürgermeister Dirk Wigant griff zur Schaufel. Er weiß um den Nachholbedarf Unnas in Sachen Kita-Plätze. © Dirk Becker © Dirk Becker

Unnas Bürgermeister Dirk Wigant freut sich, dass die „Kita Rasselbande II“ die großen Bedarfe zumindest teilweise stillen wird. „Wir wissen, dass die Stadt Unna Nachholbedarf hat“, machte Wigant deutlich. Zum einen werde der Bedarf in den Familien, bedingt durch die jeweilige Lebenssituation größer, zum anderen gebe es aber auch mehr Kinder.

Kita wird Teil des Familienzentrums

Die neue Einrichtung wird vier Gruppen haben und 75 Kinder aufnehmen, darunter 22 Kinder im U3-Bereich. Die „Kita Rasselbande II“ wird, wie es der Name vermuten lässt, ein Teilstandort des Familienzentrums „Kita Rasselbande“ an der Berliner Straße. Insgesamt entsteht so die größte AWO-Kita im Bereich Ruhr-Lippe-Ems mit neun Gruppen, 175 Kindern und 40 beschäftigten.

„Kitas sind nicht systemrelevant. Sie sind lebenswichtig. Sie sind überlebenswichtig.“

WOLFRAM KUSCHKE, VORSITZENDER AWO RUHR-LIPPE-EMS

„Größe ist nicht gleich Qualität“, weiß Wolfram Kuschke, Vorsitzender des Unterbezirksvorstandes der AWO. Er versprach aber, das hohe frühkindliche Bildungsniveau werde auch an der Döbelner Straße gehalten.

Dirk Wigant (Bürgermeister Unna/von links), Landrat Mario Löhr (UKBS-Aufsichtsratsvorsitzender), Wolfram Kuschke (Vorsitzender Unterbezirk AWO) und Matthias Fischer (UKBS-Geschäftsführer) bauten eine Zeitkapsel in die Fassade der neuen Kita ein. © Dirk Becker © Dirk Becker

Baubeginn für die Kita war am 3. Mai 2021, fertiggestellt werden soll sie am 31. Mai 2022. Am 15. Juni könnte sie dann eröffnet werden. Die Gesamtkosten für die zweigeschossige Kita belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Von den 878 Quadratmetern Grundfläche gelten 545 als nutzbare Fläche. „Das Kibiz-Gesetz kennt leider keine Flure, obwohl es die natürlich gibt“, erklärte Fischer bei der Grundsteinlegung.

Neun Reihenhäuser sollen noch gebaut werden

Die UKBS hatte 2018 beschlossen, den Bau von Kitas zu priorisieren und beim Wohnungsbau etwas abzuspecken. Fischer betonte, dass der Rückgang im Wohnungsbau sehr gering ausgefallen ist. Da wundert es nicht, dass neben der Kita noch neun Reihenhäuser entstehen sollen. Mit dem Bau soll noch 2021 begonnen werden.

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Redaktion Unna

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