Batteriebetriebene Grableuchten zerstören Kompost

dzUmweltschutz

Es klingt so praktisch: Statt immer wieder eine neue Kerze in einer Grablaterne anzuzünden, sorgt eine Batterie für ein langfristiges und ungefährliches Licht. Doch die Batterielampen haben ihre Schattenseiten.

Unna

, 18.04.2019, 10:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf den Friedhöfen in Unna sorgen immer mehr batteriebetriebene Lampen für Licht auf den Gräbern. Genau diese Lampen sind der Friedhofsverwaltung ein Dorn im Auge - vor allem aus Umweltschutzgründen.

Ina Semleit appelliert deshalb an alle Friedhofsbesucher, solche Lampen zu meiden. Entsprechende Hinweise weisen auch an den Friedhofseingängen darauf hin.

Hintergrund ist, dass die LED-Lampen als Elektroschrott entsorgt werden müssen. Landen sie dann in den Grünabfallbehältern auf den Friedhöfen, belasten sie den Kompost, der aus den entsorgten Pflanzenteilen entstehen soll. Semleit weiß, dass der Aufwand für den Ausbau der Batterie sehr groß ist. Batterien können kostenfrei überall dort entsorgt werden, wo sie auch gekauft werden können. Oft gibt es dafür Sammelboxen in den Packbereichen hinter den Kassen in Supermärkten. Im Hausmüll dürfen sie nicht landen.

„So etwas würde man zuhause niemals machen“, weiß Semleit, dass die Lampen wahrscheinlich eher unbewusst in den Grünabfall geworfen werden. Die Friedhofsverwaltung kann die Friedhofsbesucher nur bitten, auf batteriebetriebene Lampen zu verzichten. Laut der geltenden Satzungen ist die Benutzung solcher elektronischen Geräte nicht verboten.

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