Großeinsatz am Bahnhof Unna: Leere Gasflasche und herrenloser Koffer waren ungefährlich

dzFehlalarm

Mitten im Berufsverkehr Großeinsatz am Unnaer Bahnhof: Verdächtige Gegenstände haben den gesamten Pendlerverkehr lahmgelegt. Nach Stunden dann die Gewissheit: Es war ein Fehlalarm.

Unna

, 07.08.2019, 08:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine leere Gasflasche und ein herrenloser Koffer haben am Mittwochmorgen den Bahnverkehr in der Region lahmgelegt. Wenige Tage nach dem Fund einer Bombenattrappe in einer herrenlosen Tasche in einem Duisburger Einkaufszentrum löste diese Entdeckung am Unnaer Bahnhof ebenfalls einen Großeinsatz aus.

Die Polizei sperrte das Bahnhofsgelände nach einem Zeugenhinweis gegen 6.20 Uhr großräumig ab, inmitten der Pendlerströme kam der Bahnverkehr komplett zum Erliegen. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren bis 8.45 Uhr insgesamt etwa zehn Züge der Linien RB54 zwischen Unna und Fröndenberg und S4 zwischen Dortmund und Unna betroffen. Auch Züge der Eurobahn-Linien RE3 zwischen Hamm und Düsseldorf, RE13 zwischen Hamm und Venlo und RB59 zwischen Dortmund und Soest konnten Unna nicht anfahren. Betroffen war auch der Busverkehr, weil die Sperrung des Bahnhofsumfeldes auch die Bussteige auf dem Vorplatz umfasste.

Spezialisten der Bundespolizei untersuchten Gegenstände

Unterdessen rückten Spezialisten der Bundespolizei an, um die verdächtigen Gegenstände zu untersuchen – und gaben rund zwei Stunden nach Alarmierung gegen 8.30 Uhr schließlich Entwarnung. Von den Gegenständen ging keinerlei Gefahr aus. Sie waren nicht miteinander verbunden. In dem herrenlosen Koffer befand sich lediglich Wäsche und die Gasflasche war leer. Zunächst war unklar, ob zwischen den beiden Gegenständen überhaupt ein Zusammenhang bestand.

Großeinsatz am Bahnhof Unna: Leere Gasflasche und herrenloser Koffer waren ungefährlich

Die verdächtigen Gegenstände wurden sichergestellt – unter anderem eine leere Gasflasche. © VN24.nrw

Das wird jetzt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde kündigte noch am Einsatzort an, dass die Bundespolizei nun Videoaufzeichnungen vom Bahnhofsgelände auswerten werde, um dem Eigentümer womöglich auf die Schliche zu kommen.

Gefährliche Stoffe dürfen nicht mit in den Zug

Übrigens: Selbst wenn der Eigentümer der Gasflasche nichts Böses im Schilde geführt haben sollte, hätte er sie gar nicht mitbringen dürfen. Gefährliche Stoffe und Gegenstände dürfen nicht mit in den Zug. Die Beförderungsbedingungen für den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen schließen insbesondere explosionsfähige und leicht entzündliche Stoffe auf – und das umfasst ganz sicher auch den Inhalt einer Gasflasche.

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Verdächtige Gegenstände lösen Großeinsatz am Unnaer Bahnhof aus

07.08.2019
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