Traumberuf Kraftfahrer: Sechs Auszubildende beginnen Lehre bei Silospedition Lente in Unna

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Zu Anfang August haben junge Erwachsene die Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei der Silospedition Lente-Transporte in Unna begonnen. Für sie ist das Lastkraftwagenfahren ein Traumberuf.

Unna

, 05.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel Zeit im Stau, Nächte auf Raststätten und wenig Zeit zuhause verbringen: So kräftezehrend stellen sich die meisten den Job als Lastkraftwagenfahrer vor. Dennoch gibt es Menschen, für die das ein echter Traumberuf ist. So etwa für die Auszubildenden, die ab August ihre Lehre als Berufskraftfahrer bei der Silospediton Lente-Transporte in Unna starten.

„Es ist einfach spannend, auf sich alleine gestellt zu sein, nicht immer auf dem selben Stuhl zu sitzen, und rumzukommen.“
Angehender Lkw-Fahrer Klaas Heine

Klaas Heine ist einer von ihnen. Der Auszubildende wollte schon immer Berufskraftfahrer werden, erklärt er: „Es ist einfach spannend, auf sich alleine gestellt zu sein, nicht immer auf demselben Stuhl zu sitzen, und rumzukommen“, sagt er. Dass er dabei viel Zeit auf Straßen verbringt, störe ihn nicht: „Man weiß ja von vornherein, ob man sich für Landschaften und Straßen interessiert, oder nicht.“ Bei ihm sei diese Leidenschaft schon als Kind vorhanden gewesen; lange Fahrten in den Urlaub hätten ihm nie etwas ausgemacht.

Job mit vielen Herausforderungen

Auch Fahrtrainer Helge Kell, der die jungen Erwachsenen künftig im Fahren unterrichtet, erklärt, dass der Beruf des Lkw-Fahrers in keinem Fall stumpf sei. Nicht zuletzt, weil die Fahrer viel Verantwortung mit sich tragen: „Wenn man Gefahrgut in einem 40-Tonner herumfährt, ist das schon eine Aufgabe, die man pflichtbewusst erfüllen muss“, sagt er. Und auch Herausforderungen, die nicht immer leicht zu bewältigen sind, gehören zum Job dazu: Etwa, wenn man sich mit dem 18 Meter langen Lkw in einer Sackgasse festgefahren hat und diesen wieder herausmanövrieren muss. Und auch das richtige Be- und Entladen der Fahrzeuge will gelernt sein.

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Deshalb gehöre zu der dreijährigen Ausbildung nicht nur der C/CE-Führerschein und der sogenannte „ADR-Schein“, die Berechtigung zum Befördern von Gefahrgut, dazu, sondern auch Lerninhalte zur technischen Durchsicht und Führung der Frachtpapiere. Zunächst lernen die Azubis allerdings, wie sie die 40-Tonner leer fahren, später folgen Fahrten mit Transportgut. Ab Mitte des zweiten Lehrjahres dürfen die Auszubildenden ihre Touren dann alleine übernehmen. Darauf freut sich Klaas Heine schon jetzt: „Man ist dann sozusagen sein eigener Chef“, sagt er.

„Jedes Tempo, das über 84 Stundenkilometern liegt, ist zudem reine Spritverschwendung.“
LKW-Fahrtrainer Helge Kell

Touren der Firma Lente vorrangig im Nahverkehr

Allzu weit durch Europa führen die Touren der Firma Lente allerdings nicht, vorrangig finden diese innerhalb des westdeutschen Raums und in den Beneluxländern statt, wie Geschäftsführerin Ina Darpe erklärt. Wichtig, egal, wo sie unterwegs sind: An geltende Auflagen bei längeren Fahrten, wie etwa die Einhaltung der Ruhezeiten, müssen die Auszubildenden sich immer halten. So ist etwa eine maximale Fahrzeit von vier Stunden und 30 Minuten erlaubt, bis eine längere Pause vorgesehen ist.

Denn Sicherheit ist noch weit vor Schnelligkeit ein wichtiges Gebot, wie Fahrtrainer Helge Kell erklärt: „Jedes Tempo, das über 84 Stundenkilometern liegt, ist zudem reine Spritverschwendung“, sagt er. Er lehrt die Auszubildenden daher auch das effiziente Fahren. Von Unfällen habe letztlich niemand etwas.

Gewisse Gefahr könne man nicht ausschließen

Dass dennoch immer eine gewisse Gefahr mitfährt, wissen die Auszubildenden, einschüchtern lassen sie sich davon aber nicht: „Respekt sollte man beim Fahren eines solchen Fahrzeugs zwar haben, Unfälle passieren letztlich aber auch mit dem Auto“, sagt Azubi Kay Woschny. Ihn und die anderen Auszubildenden kann nichts von der Meinung abbringen: Lkw-Fahren ist ein echter Traumberuf.

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