Ausbildungstag: So finden Schüler und Firmen an der Königsborner Gesamtschule zueinander

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Gut gerüstet für die Suche nach einem Ausbildungsplatz sind die Jugendlichen an der Werner-von-Siemens Gesamtschule Königborn. Das wurde bei simulierten Bewerbungsgesprächen am Ausbildungstag deutlich.

von Sebastian Pähler

Königsborn

, 27.09.2019, 12:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Ausbildungstag bringt die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs mit Vertretern von Unternehmen und Institutionen zusammen, um sie auf verschiedene Bewerbungssituationen vorzubereiten. Aber auch für Unternehmen ist der Ausbildungstag durchaus eine wertvolle Gelegenheit, mit potenziellen neuen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen.

Realistische Simulation

Schon seit vielen Jahren versucht man an der Werner-von-Siemens-Gesamtschule, den zehnten Jahrgang mit dem Ausbildungstag auf die Anforderungen der Ausbildungsplatzsuche vorzubereiten. Dazu gehörten auch in diesem Jahr simulierte Bewerbungstests, etwa in den Bereichen Mathematik, Sprache und Allgemeinwissen.

Im Mittelpunkt standen aber auch 2019 simulierte Bewerbungsgespräche, die ein realistisches Bild von dem lieferten, was die Jugendlichen bei der Stellensuche erwartet. „Wenn wir als Lehrer oder andere Schüler Bewerbungsgespräche simulieren, dann fällt das schnell ins Komische“, erläuterte Sarah Kursatz, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Göbel den Ausbildungstag betreut. Darum sei man froh über die Vertreter aus den Unternehmen, die unter realistischen Bedingungen den baldigen Bewerberinnen und Bewerbern begegnen.

Schüler besser als ihr Ruf

„Die sind sehr gut darauf vorbereitet“ stellte etwa Christine Cascio von der Werkstatt im Kreis Unna fest. So hatten viele der Teilnehmer sich etwa auch mit Anzug und Krawatte herausgeputzt, um auch optisch zu der Bewerbungssituation zu passen. Auch der Inhalt passte zum Auftreten. „Da ist schon mal der eine oder andere Flüchtigkeitsfehler in der Bewerbung, aber eigentlich nichts gravierendes“, stellte David Schilling vom Katharinen-Hospital fest. Ihn freute auch sehr, dass die Schüler sich sehr offen für Ratschläge zeigten. Für ihn ist der Kontakt zu den Schulen wichtig. „Wir sind im Krankenhaus ja auf Nachwuchs angewiesen.“ Zum Glück könne man sich nicht über mangelnde Bewerber beschweren. Trotzdem sei es wichtig, sich früh um junge Interessenten zu kümmern.

Durchaus ein Nachwuchsproblem hat das Finanzamt. „Viele wissen gar nicht, dass es diesen Beruf gibt“, berichtete Tanja Nienaß vom Finanzamt Dortmund. Auch Ursula Siedenburg von der IHK stellte fest, wie wichtig die Förderung von Auszubildenden für Unternehmen heute sei. „Die rufen bei uns an und fragen nach, ob wir nicht Bewerber für sie haben. Der Bedarf ist auf jeden Fall groß.“ Trotz kleinerer Mängel sei man mit den Bewerbern sehr zufrieden.

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