In Unna wurde im vergangenen halben Jahr fleißig gebaut. Das hat das Stadtbild verändert. Ein längst überfälliger Radweg fällt besonders ins Auge.

Unna

, 26.10.2018, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während die Spardebatte in Unnas Haushaltsberatungen über den Sommer geradezu eingeschlafen zu sein scheint und bis heute keine nennenswerten Ergebnisse auf dem Tisch liegen, hat sich Unnas Antlitz in den vergangenen sechs Monaten verändert. Aus der Vogelperspektive wird sichtbar, dass an vielen Stellen im Stadtgebiet gebaut und gegraben wurde.

Der Radweg

Aus der Luft betrachtet hat sich in Unna viel getan

Der Radweg an der Schachtkuhle verläuft jetzt um das Gelände eines Autoverwerters herum. © Hans Blossey

Prominentestes Beispiel: Der Radweg an der Schachtkuhle. Der neue 2,5 Meter breite Radweg verläuft entlang der westlichen Grundstücksgrenze des dort ansässigen Autoverwerters und führt bis zur neuen Mittelinsel an der Morgenstraße.

Nach Norden führend schwenkt der Radweg zwischen dem Ende des Betriebsgeländes und der nahegelegenen Bahntrasse auf den alten Verlauf der Schachtkuhle wieder ein – und ermöglicht damit Radfahrern endlich ein gefahrloses Umfahren schrottreifer Autos, die auf dem bisherigen Radweg standen.

Ein Flächentausch ermöglichte diese Umfahrung des Schrottplatzes: Der Schrottbetrieb hat von der Stadt einen Teil der Straße Schachtkuhle übernommen, die bisher seine Betriebsfläche durchschnitt.

Im Frühjahr waren die notwendigen Verhandlungen für den Flächentausch abgeschlossen; ab August wurde gebaut. Nun soll der schon asphaltierte Radweg „in Kürze“ freigegeben werden, verspricht die Stadtverwaltung.

Das Gewerbegebiet

Aus der Luft betrachtet hat sich in Unna viel getan

Der Spatenstich für das gemeinsame Gewerbegebiet von Unna und Kamen erfolgte Ende Juli. Mittlerweile ist die Erschließungsstraße fertiggestellt. © Hans Blossey

Längst genutzt wird dagegen die 580 Meter lange Straße an Unnas Stadtgrenze zu Kamen, die ab Ende Juli gebaut wurde. Anders als von vielen Königsborner gehofft, handelt es sich dabei aber nicht um die ersten Meter der Westtangente, sondern um eine Erschließungsstraße im gemeinsamen Gewerbegebiet von Unna und Kamen. Woolworth lässt dort sein Verwaltungsgebäude und ein Logistikzentrum neu bauen.

Bisher ist die Zentrale für die Verwaltung der bundesweit über 350 Woolworth-Filialen in Königsborn ansässig. Ende 2019 sollen die Logistikhallen in Betrieb genommen werden, im Laufe des Jahres 2020 ziehen dann die Verwaltungsmitarbeiter in ihr neues Domizil.

Und die Planungen gehen schon weiter: Südlich des jetzigen Bereiches soll das Gewerbegebiet erweitert werden; die Stadt will die Fläche von sich aus im Frühling 2019 freigeben. Bei der WFG läuft schon die Vermarktung für die insgesamt 86.000 Quadratmeter.

Die Realschule

Aus der Luft betrachtet hat sich in Unna viel getan

Das Gelände des ehemaligen Freizeitbades Massen soll neuer Standort der Hellweg-Realschule werden. © Hans Blossey

Doch der Blick von oben ermöglicht auch eine andere Perspektive auf das, was in Unna noch kommen soll: Der anvisierte neue Standort der Hellweg-Realschule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades Massen präsentiert sich aus der Luft als durchaus idyllisches grünes Fleckchen Erde.

Der Blick aus dem Flugzeug hat dabei eine gewisse Symbolkraft: Sind es doch gerade die Flugzeuge, die die Kritik an dem Standort nicht abklingen lassen.

Bildergalerie: Unna im September 2018 aus der Vogelperspektive

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Unna aus der Vogelperspektive - September 2018

Ende September ist der Luftbildfotograf Hans Blossey über Unna geflogen. Seine Aufnahmen zeigen ungewohnte Ansichten der Stadt sowie zahlreiche Baustellen.
26.10.2018
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Ganz viel Farbe: Königsborns Friedrichstraße präsentiert sich bunt.© www.blossey.eu
Hier wächst ein neues Stadtviertel heran: Das erste Gebäude des neuen "Parkquartiers" an der Potsdamer Straße/Berliner Allee in Königsborn ist im Rohbau bereits fertiggestellt.© www.blossey.eu
Die Stadtkirche noch ohne Gerüst: Wenige Wochen nachdem dieses Bild entstand, begann die Einrüstung des Kirchturmes.© www.blossey.eu
Das Evangelische Krankenhaus Unna. © www.blossey.eu
Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna mit der Rettungswache an der Florianstraße.© www.blossey.eu
Unnas Gartenvorstadt ist von einem Grüngürtel umgeben. Die B1 trennt den Stadtteil vom Rest der Stadt.© www.blossey.eu
An der Schachtkuhle führt nun ein Radweg um das Gelände eines Autoverwerters herum.© www.blossey.eu
Das Gelände rund um den Bahnhof bleibt zunächst unverändert: Das dort geplante Bürogebäude samt Parkhaus ist zeu teuer.© www.blossey.eu
Hier wird sich bald vieles verändern: Links oben sind die ehemaligen Gebäude der Anne-Frank-Realschule zu sehen. Sie werden abgerissen, um Platz für den "Bildungscampus Königsborn" zu machen. Dieser entsteht in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle und den Hellweg-Sporthallen (mittig rechts)© www.blossey.eu
Nördlich von Königsborn erstrecjt sich das Gewerbegebiet in dem unter anderem Woolworth ansässig ist - noch, denn die Verwaltung zieht 2020 in neue Gebäude im interkommunalen Gewerbegebiet Unna/Kamen.© www.blossey.eu

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