Auf eine neue Fußgängerzone muss Unna weiter warten

dzKeine Fördermittel

Auf den Neubau der Fußgängerzone muss Unna doch noch warten. Von den Fördermitteln des Landes bekommt die Stadt in diesem Jahr überraschend wenig ab. Das trifft gleich mehrere Projekte.

Unna

, 24.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Fördermittel für die Platzgestaltung am Morgentor und den Umbau der Begegnungsstätte „Die Brücke“ sind bewilligt, 1,267 Millionen Euro aus der Landeskasse fließen dafür nach Unna. Das sind die guten Nachrichten nach der Vergaberunde von Mitteln der Städtebauförderung.

Die schlechte Nachricht ist, dass Unna auf weitere drei Millionen Euro gehofft hat, die vorerst nicht kommen. Mehrere Bauvorhaben werden dadurch zurückgestellt.

Das Projekt mit der wohl größten öffentlichen Bedeutung darunter ist der Neubau der Fußgängerzone auf den Abschnitten von Massener und Hertingerstraße. Aber auch Anträge für das Schulzentrum Nord, die Hellwegsporthallen und die Stadthalle sind vom Land nicht berücksichtigt worden. Die Gründe dafür geben Rätsel auf. Das Land stellt aber keine Ablehnungsbescheide aus.

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4,2 Millionen Euro Antragsvolumen insgesamt wären für Unna ein etwas größerer „Schluck aus der Pulle“ gewesen, wie es Baudirektor Michael Ott erklärt. Dass Unna zu große Ansprüche gestellt hätte, schließt das Rathaus jedoch aus. Der Technische Beigeordnete Jens Toschläger verweist auf Städte vergleichbarer Größe, die vom Land ein Vielfaches dieses Betrages erhalten. Velbert etwa bekomme rund 30 Millionen.

Ablehnungen für Unnas Rathaus unerwartet

Unnas Anträge leiten sich zudem, wie vom Land gewünscht, aus Integrierten Handlungskonzepten ab. „Angesichts der Förderpraxis in den zurückliegenden Jahren ist dieses Ergebnis unerwartet“, so Toschläger. Auch inhaltlich böten sich keine Erklärungsansätze an, warum Unnas Förderanträge so wenig Beachtung fanden. Denn in anderen Städten werde der Neubau einer Fußgängerzone durchaus gefördert.

Anträge sollen schon bald neu vorgelegt werden

Erste Versuche der Stadt, verlässliche Informationen dazu zu bekommen, haben bislang kein Ergebnis gebracht. Im Ministerium selbst findet die Kommune urlaubsbedingt keinen Ansprechpartner. Man werde aber dran bleiben, versprechen Ott und Toschläger. Nach der Förderrunde ist vor der Förderrunde. Schon im September kann die Stadt ihre unerfüllten Wünsche erneut vortragen.

Für den Neubau der Fußgängerzone bedeutet dies allerdings bis zu ein Jahr Zeitverzug. Ursprünglich sollten die Arbeiten früh im Jahr 2020 anlaufen, um bis zum Weihnachtsgeschäft zum Abschluss zu kommen. Dieser Zeitablauf lässt sich nicht mehr halten, obwohl die Förderbewilligungen im nächsten Jahr etwas früher kommen sollen.

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