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Ein geschmeidiges Abrollen ihrer Reifen erleben Autofahrer in Unna nur auf ausgesuchten Strecken. Nun droht jedoch verstärktes Rumpeln: Mit dem Frost kommen weitere Fahrbahnschäden.

Unna

, 09.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist die Mischung aus Feuchtigkeit und Frost, die vor allem den bereits geflickten Straßen schnell den Rest gibt. Wenn Wasser zu Eis gefriert, dehnt es sich aus. Zwischen Asphaltflicken und ihrem Untergrund wirken Wasserblasen daher wie ein Keil.

Nach langem Regen folgt nun wieder der Frost

Fachleute fürchten vor allem den Frost-Tauwetter-Wechsel. Unna erlebt dieser Tage eine vergleichbare Situation: Nach Tagen des Dauerregens dürften Ritzen in bereits geflickten Schadstellen mit Wasser vollgelaufen sein. Nun kommt nach einer eher milden Phase des Winters wieder der Frost. Und weil es in Unna kaum eine Straße gibt, auf der nicht irgendwann schon einmal der Asphalt geflickt worden ist, stehen Fahrzeugführern unangenehme Zeiten bevor.

Erste Winterschäden sind schon erkennbar

Wie stark sich das Problem entwickeln wird, ist schwer abzuschätzen. Schon vor der kommenden Frostphase weisen einige Straßenabschnitte bedenkliche Schäden auf. Die Herderstraße nahe der Peter-Weiss-Gesamtschule etwa zerfällt zurzeit in Zeitraffer, weil sich Flicken gelöst haben und von Fahrzeugreifen zermahlen werden. Die Stadt müht sich um Optimismus: Richtig schlimm werde es erst bei tieferen Frosttemperaturen von -5 bis -10 Grad, erklärt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld mit Bezug auf die Stadtbetriebe.

Vierköpfige Truppe kontrolliert und flickt Straßen

Die Dienstleistungstochter der Stadt übernimmt auch die sogenannte Straßenunterhaltung. Und sie sei bereits auf die Herausforderungen eingestellt. Vier Mitarbeiter der Stadtbetriebe sind derzeit als Straßenkontrolleure eingeteilt. Sie sind in Unna unterwegs, um Fahrbahnoberflächen zu inspizieren – und bei Bedarf gleich zu flicken. Dass die Reparatur mit Kaltasphalt nur ein Provisorium ist, räumt Ueberfeld dabei ein.

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Zwischen der „Unterhaltung“ und der richtigen Erneuerung von Straßen gibt es durchaus einen Unterschied. Großflächiger Neuauftrag von Asphalt ist ein Auftrag, den die Stadt ausschreibt und an Firmen vergibt. Dabei allerdings tut sich zurzeit ein Problem auf: Setzten in der Vergangenheit nur die Budgets im Haushalt die Grenzen des Machbaren, ist es für die Kommunen inzwischen auch schwierig, Tiefbauunternehmen zu finden, die noch freie Kapazitäten haben. Aktuell sind noch fünf Straßenabschnitte unerledigt, die bereits im Erneuerungsprogramm für 2018 standen. Sie werden vermutlich als erstes im Frühling erledigt.

In Billmerich „erbt“ Unna Schlaglöcher vom Kreis

Zu tun gibt es dabei genug. Was nun wirklich die schlimmste Straße Unnas ist, dürften die Verkehrsteilnehmer in der Stadt unterschiedlich bewerten. Eine unstrittig ziemlich schlimme Straße kommt für die Stadt nun neu hinzu: Die Buschstraße in Billmerich war bislang eine Kreisstraße, ist aber im alten Jahr herabgestuft worden zur Gemeindestraße.

Auf den Straßen von Unna beginnt die Rumpelzeit

Die Buschstraße in Billmerich müsste von Grund auf erneuert werden. Die Zuständigkeit dafür liegt nun bei der Stadt. © Udo Hennes

Während Unna zuvor etliche Ortsdurchfahrten instandsetzen musste, bevor sie in Trägerschaft des Kreises übergingen, scheint der umgekehrte Weg ohne Reparaturverpflichtung möglich zu sein. Einfach neuen Asphalt aufzutragen, sei am Billmericher Busch nicht mehr möglich, gibt Ueberfeld die Einschätzung der Straßenfachleute im Rathaus wieder. Die Fahrbahn müsse von Grund auf neu aufgebaut werden. Das kostet Geld und ist zurzeit nicht in Planung.

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