An der Gießerstraße parken regelmäßig Lkw, deren Fahrer dort in ihren Wagen übernachten. Weil ihnen keine sanitären Anlagen zur Verfügung stehen, kommt es zu einer Vermüllung mit Kot in Beuteln und Urin in Flaschen. © Stefan Milk (Archiv)
Müllproblem

Auch Fiege will das Müllproblem in Alte Heide angehen

Nachdem die Stadtbetriebe Unna im Vorfeld der „Aktion Saubere Landschaft“ erklärt haben, die Ränder der Gießer- und Formerstraße reinigen zu wollen, erklärt nun auch Fiege seine Bereitschaft dazu.

Es tut sich was im Gewerbegebiet Unna-Nord: Nachdem der Bürgerverein Alte Heide einen „Brandbrief“ an Bürgermeister Dirk Wigant und das Unternehmen Fiege gesendet hat, wollen gleich mehrere Parteien das Müllproblem beseitigen.

Der Bürgerverein hatte erklärt, er könne seinen Helfern einen Einsatz im Rahmen der Aktion am 20. März an den beiden Straßen nicht zumuten. Lkw-Fahrer hinterlassen dort Kotbeutel und Urin in Flaschen – weiterer Müll kommt hinzu. Stadtbetriebe und Fiege sollten die Stellen reinigen, forderte der Verein.

Mit Erfolg: Nachdem die Stadtbetriebe ihre Bereitschaft dazu erklärten, kündigte Gleiches am Mittwochabend auch Fiege an. In einer Mitteilung des Logistik-Unternehmens heißt es: „Die Verunreinigungen vor dem Firmengelände sind auch für Fiege untragbar. Bei den besagten Flächen handelt es sich um öffentliches Gelände, für dessen Reinigung grundsätzlich die Stadt zuständig ist. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen sehen wir allerdings auch uns selbst in der Pflicht, der anhaltenden Verschmutzung entgegenzuwirken.“

Fiege hat bereits Fremdfirma engagiert

Bereits seit einiger Zeit lasse das Unternehmen die Grünflächen zwischen dem Gehweg und dem Firmengelände wöchentlich und auf eigene Kosten durch eine externe Reinigungsfirma säubern.

„Wegen des hohen Müllaufkommens zeigt diese Maßnahme jedoch bisher noch nicht die gewünschte Wirkung. Deshalb gibt es aktuell Überlegungen, die Pflege der Außenbereiche vor unserer Niederlassung ergänzend über eine Minijob-Stelle abzubilden“, erklärt ein Sprecher. „Um zudem akut etwas zu unternehmen und unsere Kooperationsbereitschaft zu zeigen, werden wir die Bereiche im Rahmen der im März anstehenden ,Aktion Saubere Landschaft‘ grundlegend reinigen – entsprechende Planungen dafür laufen.“

Stadtbetriebe stellen Mülltonnen auf

Die Stadtbetriebe Unna wollen neben verstärkten Reinigungsaktivitäten auch auf neue Abfallbehälter setzen. Schon vor dem „Brandbrief“ des Bürgervereins war demnach geplant, große, rote Tonnen aufzustellen. Stadtsprecher Christoph Ueberfeld erklärte, in einem ähnlichen Fall sei das Müllproblem im Indupark in Unna so deutlich reduziert worden.

Ein Problem, das bleibt, ist die fehlende Toilette. Ein zwischenzeitlich aufgestelltes Dixi-Klo wurde umgeworfen und zerstört. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG) sucht nach einer Lösung auf Bundesebene.

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Redaktion Unna
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