Drei Morde in Unna Astrid Plötners neuer Krimi begeistert Premierenpublikum

Redakteur
Astrid Plötner und Werner Kolter
Ein tolles Gespann: Unnas Altbürgermeister Werner Kolter kennt die Autorin Astrid Plötner schon lange und übernahm bei der Premierengala zu „Ruhrpott-Connection“ gerne die Moderation. © Dirk Becker
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Mit der Idee einer Premierengala zu Astrid Plötners neuem Unna-Krimi hat Buchhändler Klaus Steinlage einen Volltreffer gelandet. Angefangen bei Altbürgermeister Werner Kolter über die Musik des Hellweg-Trios und Einlagen des Tanzraums Massen führten letztlich alle Spuren zu der Unnaer Buchautorin.

Diese widmet sich in „Ruhrpott-Connection“ einem brisanten Thema, das öffentlich nur wenig Beachtung findet. Es geht um den illegalen Antikenhandel – und so verlässt die Ermittlerin Meike Graf auch ihr gewohntes Umfeld und ermittelt auf eigene Faust sogar in Ägypten. Drei Morde aber sind es, die Unna in den Mittelpunkt des Romans rücken.

Buchhändler Klaus Steinlage
Buchhändler Klaus Steinlage hat mit der Premierengala einen guten Griff getan. Die Veranstaltung kam beim Publikum bestens an. © Dirk Becker

Werner Kolter, der Astrid Plötner schon seit seiner Kindheit kennt, bewies ein gutes Gespür für die richtigen Fragen. Warum schreibt sie Krimis, warum spielen die in Unna? Wie verläuft die Recherche und warum ist der Antikenhandel das große Thema in Astrid Plötners fünftem Krimi? Darauf bekam das Publikum in der Eventlocation Deifuhs Antworten.

Astrid Plötner Buchvorstellung Ruhrpott-Connection
Mit ihrem neuen Unna-Krimi „Ruhrpott-Connection“ liefert die Unnaer Autorin Astrid Plötner ein weiteres Beispiel dafür, wie vielseitig sie ist und wie gut sie für ihre Romane recherchiert. © Dirk Becker

In „Ruhrpott-Connection“ beweist Astrid Plötner einmal mehr, wie vielseitig sie ist. Die Leserinnen und Leser bekommen spannende Einblicke in ihnen sonst verschlossene Welten. Das gilt nicht nur für das Ausgrabungsgebiet in Ägypten, sondern auch für das Zollfreilager in Genf, wo auch illegale Wertgegenstände gegen ein üppiges Salär gelagert werden können. Das ist packend.

Doris Oetting
Autorenkollegin Doris Oetting kam extra nach Unna und freute sich mit Astrid Plötner über die Veröffentlichung des fünften Unna-Krimis. © Dirk Becker

Natürlich las Astrid Plötner auch längere Passagen aus ihrem Krimi vor. Und dabei wurde schnell deutlich, dass es parallele Handlungsstränge gibt. Obwohl die Ermittler in Plötners Romanen immer dieselben sind, funktioniert jedes Buch auch eigenständig. Wer allerdings einen Roman gelesen hat, der dürfte automatisch Lust auf mehr bekommen, denn Plötners Krimis sind nicht nur sehr gut recherchiert und spannend, sondern verzichten auch auf die sonst in Regionalkrimis oft zu findenden Ulkereien.

Hellweg-Trio
Mit viel Kriminalmusik vom Tatort-Motiv bis zu „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ glänzte das Hellweg-Trio. © Dirk Becker

Nur wenige Tage nach dem Erscheinen war das Interesse an Astrid Plötners neuem Kriminalroman riesig. Mit der Veranstaltung schloss sich ein Stück weit ein Kreis, denn die Gala fand im Rahmen der Reihe „Lila Lettern – Literatur aus Westfalen“ statt. Christiane Dittmer vom Westfälischen Literaturbüro Unna erinnerte daran, dass die erste Veranstaltung der Reihe auch bei Klaus Steinlage stattfand – damals in seiner Buchhandlung an der Bismarckstraße. Und auch damals war Astrid Plötner der Star. Sie stellte dort im vergangenen Jahr ihren vierten Unna-Krimi „Teufels Tod“ vor.

Eine ausführliche Rezension zu „Ruhrpott-Connection“ folgt!

Zum Thema

Das Buch

Der Roman „Ruhrpott-Connection“ von Astrid Plötner ist am 8. November im Prolibris-Verlag erschienen. Das Taschenbuch mit 335 Seiten kostet 15 Euro. ISBN: 9783954752430