Arztpraxis mitten in Unna soll zu einem Kindergarten umgebaut werden

dzKinderbetreuung in Unna

Kindergartenplätze sind begehrt. Bedarf besteht in Unna vor allem in der Innenstadt, in Massen und Königsborn. Nahe der Fußgängerzone könnte nun eine Kita in einer Arztpraxis entstehen.

Unna

, 20.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Kinderbetreuung sind immer wieder auch kreative Ideen gefragt, um den Bedarf zu decken. Es geht auch darum, den Rechtsanspruch der Eltern auf Kita-Plätze für ihre Kinder zu erfüllen. Ein Plan ist gescheitert – aber dafür hat die Stadtverwaltung Unna jetzt eine neue Möglichkeit aufgetan.

Eigentümer zum Umbau von ehemaliger Arztpraxis bereit

An der Niesenstraße 2, also unmittelbar angrenzend an die Fußgängerzone, steht eine Arztpraxis leer. Sie weckte das Interesse der Stadtverwaltung. Die Idee: Die Praxisräume könnten in eine Übergangs-Kita umgebaut werden.

Was verrückt klingt, wird nun zu einer realistischen Chance: Der Eigentümer ist bereit, diesen Umbau durchzuführen, kann ihn aber nicht komplett alleine stemmen.

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Die Stadtverwaltung wendete sich kurzfristig an die Politik, um einen raschen Umbau zu ermöglichen. Der Jugendhilfeausschuss hatte am Mittwochabend keine Einwände. Stimmen auch der Haupt- und Finanzausschuss und der Rat der Gewährung eines 25.000-Euro-Zuschussses zu, kann der Umbau beginnen.

Eigentlich sollte Kita in Modulbauweise entstehen

Die Lösung erscheint deutlich preisgünstiger als eine andere Idee, die die Stadt begraben musste – die aber auch nicht 1:1 vergleichbar ist. Der Bau einer Kita in Modulbauweise war angedacht. Letztlich scheiterte die Umsetzung nicht nur an massiv gestiegenen Kosten, die entstandenen wären, sondern auch an der vergeblichen Suche nach einem geeigneten Standort.

An der Niesenstraße wäre Platz für 38 Kinder

In Sachen Übergangskita an der Niesenstraße sind freilich längst nicht alle Fragen geklärt. Fest steht, dass dort auf 210 Quadratmetern für fünf Jahre bis zu 38 Kinder im Alter über drei Jahren betreut werden könnten.

Von wem, steht noch nicht fest. Die Frage von Sebastian Laaser (SPD) nach einem möglichen Träger konnte Unnas Beigeordnete noch nicht beantworten. Ein Träger müsse noch gesucht werden.

Sie stimmte aber Laasers Einschätzung zu, wonach die Übergangskita eine Dependence einer bereits bestehenden Einrichtung werden könnte. Das ermögliche auch die nötige Flexibilität in Sachen Personal.

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Der an der Niesenstraße fehlende Außenbereich ist offenbar kein Problem. Zwei Spielplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe, Heidler will mit den Stadtbetrieben eine mögliche Verkürzung der Reinigungsintervalle prüfen. Eine erste Anfrage beim Landesjugendamt sei bereits positiv verlaufen.

Keine Parkplätze, aber Betreuungsbedarf in der City

Was an der Kita fehlen würde, sind auch Parkplätze. „Im Idealfall kommen die zu betreuenden Kinder alle aus der unmittelbaren Nähe, können also zu Fuß gebracht werden“, verwies Jugendhilfeplaner Carsten Schmidt auf den den Betreuungsbedarf gerade in der Stadtmitte.

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