Mit Video: Anwohner besorgt um die Sicherheit auf ihrer klapprigen Straße

dzStraßenschäden

Gepflasterte Straßen können im Lauf der Jahre zum Problem werden. Auf der Friedrich-Winter-Straße wird es inzwischen gefährlich, meinen Anwohner. Das sehen die Verantwortlichen allerdings anders.

Königsborn

, 04.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pflastersteine in der Friedrich-Winter-Straße zerbröseln immer mehr, und die Stadt soll sich endlich darum kümmern: Anwohner fordern eine Sanierung. Ob und wann etwas passiert, ist bisher völlig offen.

„Als wir vor 20 Jahren hergezogen sind, sah die Straße noch richtig nett aus“, sagt Anwohner Mathias Radix. Die rote Pflasterung habe zum Charme der Siedlung beigetragen. Inzwischen aber seien die Steine ein Ärgernis.

Typisches Fahrgeräusch: Klappern

Radix zeigt verschiedene Stellen in der Straße, an denen die Pflastersteine mehr oder weniger zerfallen. Kanten platzen ab. Stellenweise sind die Ziegel regelrecht verrottet. Viele Steine liegen nicht mehr fest, ein hohes Klappern ist ein typisches Geräusch bei jedem vorbeifahrenden Fahrzeug.

Video
Der klapprige Zustand der Friedrich-Winter-Straße

Es gehe ihm nicht nur um die Optik, sondern auch um die Sicherheit, erklärt Radix. Mit besonderer Sorge beobachte er einen älteren Nachbarn, der den holprigen Untergrund mit einem Rollator bewältigen muss. Aber auch für Fahrradfahrer und Kinder mit Rollern sei die Straße gefährlich.

Radix und weitere Anwohner sind sicher, dass die Pflasterung von vornherein fehlerhaft war. Die Stadt Unna bestätigt zumindest, dass die Verantwortlichen heute um die Probleme wissen. Bei diesem gebrannten Klinkerpflaster würden unter hohem Druck mit der Zeit Kanten abplatzen.

Stadt: nicht gefährlich

Unsere Redaktion hatte im Januar schon einmal über den Straßenzustand berichtet. Seinerzeit hatte die Stadt erklärt, möglicherweise könnten schadhafte Steine ausgetauscht werden. Passiert ist seitdem nichts. Diese Straße steht auf der Prioritätenliste im Rathaus allerdings auch nicht weit oben. Das hat zwei Gründe: Als Anliegerstraße hat sie eine geringere Bedeutung als Straßen mit viel Durchgangsverkehr. Und: Die Verantwortlichen im Rathaus bewerten den Zustand der Friedrich-Winter-Straße anders als die Anwohner: Eine Begutachtung mit Blick auf Verkehrssicherheit habe ergeben, dass keine Gefährdung vorliege, sagte Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Die Stadt verspricht nun, Möglichkeiten zur Schadensbeseitigung würden geprüft. Ob eventuell marode Steine durch Betonpflaster ersetzt werden können, ist offen. Zu einem Zeitplan macht die Stadt auch keine Angaben.

An Sanierungskosten beteiligt würden Anlieger nur, wenn auch der Unterbau der Straße erneuert würde. Reparaturen an der obersten Schicht müsste die Stadt allein finanzieren.

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