Zu schmal und zu voll: Anwohner beschwert sich über Parksituation an der Breslauer Straße

dzStraßenverkehr in Unna

Die Verkehrs- und Parksituation ist in Unna an vielen Stellen ein Problem. Auch an der Breslauer Straße. Ein Anwohner klagt über Dauerparker, blockierte Bürgersteige und zunehmenden Verkehr.

Unna

, 20.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohner Norbert Klinksiek wünscht sich für die Breslauer Straße eine Umwandlung in eine Einbahnstraße und die Einführung eines Anwohnerparkens.

Das Problem an der Breslauer Straße schildert Klinksiek so: „Die Straße ist viel zu schmal. Autos müssen auf Bürgersteig parken, damit überhaupt ein weiteres Fahrzeug die Straße passieren kann.“

Gibt es Gegenverkehr, gehe das Chaos erst richtig los, so der Anwohner. Aber nicht nur das: Durch die parkenden Autos auf dem Bürgersteig werde der Platz für die Fußgänger knapp. „Menschen mit Rollator oder Mütter mit Kinderwagen haben keine Chance“, sagt auch Ehefrau Evelyn Klinksiek.

Parken laut Ordnungsamt ordnungswidrig

Ihr Mann habe daher bereits Kontakt mit dem Ordnungsamt der Stadt aufgenommen. Dieses erklärt, dass das Parken in einer schmalen Straße wie der Breslauer Straße laut Verkehrsordnung gar nicht erlaubt sei. Verbotsschilder sind dort aber keine angebracht. „Offenbar wird das Parken stillschweigend geduldet“, so Klinksiek.

2,70 Meter ist die Breslauer Straße in Unna breit, wenn parkende Autos am Rand stehen. Rettungswagen passen zwar durch, jedoch können sie nicht mehr den nötigen Sicherheitsabstand einhalten.

2,70 Meter ist die Breslauer Straße breit, wenn parkende Autos am Rand stehen. Rettungswagen passen zwar durch, jedoch können sie nicht mehr den nötigen Sicherheitsabstand einhalten. © Vivien Nogaj

Er sieht dadurch die Sicherheit der Bürger gefährdet, besonders, wenn es um das Durchkommen von Rettungsfahrzeugen geht. Auf Klinksieks Antrag hin hat die Stadt den Ernstfall bereits mit drei Durchfahrtsproben getestet.

Jetzt lesen

Das Ergebnis: Zwar sei die Fahrbahn durch die geparkten Fahrzeuge auf eine Breite von etwa 2,70 Meter verengt, ein Durchkommen der Rettungsfahrzeuge sei aber dennoch gegeben. Allerdings fehlten die nötigen 50 Zentimeter Sicherheitsabstand.

Anwohner beschwert sich über Dauerparker

Das Problem könne laut Verwaltung dann gelöst werden, wenn es keine parkenden Autos in dem Bereich der Breslauer Straße mehr gäbe, sprich, wenn ein Parkverbot eingeführt werde. Dieses würde auch gegen die Dauerparker helfen, über die Klinksiek sich beschwert: „Die kommen vom Evangelischen Krankenhaus und freuen sich, dass sie hier kostenfrei parken können“, so seine Vermutung.

Jetzt lesen

Ein allgemeines Parkverbot möchte Klinksiek aber vermeiden: „Dann gefährde ich den Frieden in der Nachbarschaft“, sagt er. Nicht alle Anlieger hätten nämlich eine eigene Einfahrt und somit die Möglichkeit, ihre Autos dort zu parken. Diese Nachbarn freuen sich über eine Parkgelegenheit direkt vor der Haustür.

Ausschuss lehnt Antrag ab

Ein guter Kompromiss aus Sicht von Klinksiek wäre die Einführung des Anwohnerparkens: Dann seien zumindest die Dauerparker weg und die Nachbarn zufrieden. Die zusätzlich gewünschte Umwandlung in eine Einbahnstraße hat der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung der Stadt Unna bereits abgelehnt. „Eine Einbahnstraße ändert auch nichts an der Parksituation“, hieß es dort.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Baumfällung
Grüne: „Ohne Baumschutzsatzung sind wir blind, was Unnas Baumverlust angeht“
Hellweger Anzeiger Erfahrungsbericht
Coronavirus: Ehepaar aus Unna erwischt den letzten Rückholflieger aus Neuseeland
Hellweger Anzeiger Bürgerstiftung Unna
Lebensmittelgutscheine für Arme: So können Bürger Bedürftigen helfen in der Corona-Krise
Hellweger Anzeiger Restaurant L‘Incontro
Kein Bier trinken, trotzdem zahlen: Stammgäste helfen Gaststätte in der Corona-Krise