Offensichtliche Schäden stuft die Stadt als gravierende Mängel ein: Die Treppe an der Eselsbrücke soll abgerissen werden. Ein Ersatz scheint entbehrlich. © Archiv
Südring

Antrag zur Rettung der Treppe scheitert: Zu viel Geld für entbehrliche Abkürzung

Die Treppe kommt weg: Eine Fraktion im Rat wollte die Stufen an der Eselsbrücke erhalten, aber eine Mehrheit ist für den Abriss. Die Treppe scheint entbehrlich angesichts hoher Kosten.

Die Sanierung der Fußgängerbrücke über den Südring soll in den kommenden Wochen beginnen. Die Stadt lässt ein neues, höheres Geländer aufbauen. Dass in diesem Zuge auch die Treppe zur Schillerstraße verschwindet, hat nun auch der Stadtrat abgenickt. Eine Fraktion versuchte, die Treppe zu retten – vergeblich.

Wir für Unna (WfU) scheiterte mit einem Antrag, die Treppenanlage zu erhalten. Der Treppenaufgang werde viel von Fußgängern genutzt, argumentierte Ingrid Kroll, die WfU-Fraktionsvorsitzende. An der Treppe seien Rostschäden festgestellt worden und es gebe Probleme mit der Verkehrssicherheit, entgegnete der Technische Beigeordnete Jens Toschläger.

Die Anlage abzureißen und neu zu bauen auf der anderen Brückenseite, wie es einmal vorgesehen war, würde rund 100.000 Euro kosten. Einen kurzen Umweg über den Brückenfuß zu laufen, sei für Fußgänger zumutbar, so Toschläger. Er erinnerte daran, dass die Treppenstufen für gehbehinderte Menschen ohnehin eine Barriere sind – ein Problem, das eine neue Treppe nicht lösen würde.

Der Rat folgte Toschlägers Argumentation und lehnte Krolls Antrag zum Erhalt der Treppe ab.

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Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf

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