An der Katharinenschule in Unna hat Anna-Theresa Wöstenhöfer die Schulbank gedrückt. Die Siegerin des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen ist dankbar, für die Grundlagen, die bereits hier gelegt wurden. © Dirk Becker
Bildung in Unna

Anna-Theresa Wöstenhöfer gewinnt Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Eine aus Unna stammende Schülerin hat bundesweit für Furore gesorgt. Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen hat sie den ersten Platz belegt. Hinter dem Erfolg steht eine intensive Förderung.

Dass Anna-Theresa Wöstenhöfer ein echtes Sprachtalent ist, hat sich früh gezeigt. Auch ihre Eltern haben das offenbar erkannt und ihr Talent ganz besonders gefördert. Als für das Mädchen aus Unna die Grundschulzeit an der Katharinenschule endete, wechselte nicht zu einer der klassischen Regelschulen, sondern auf die Salzmannschule Schnepfenthal in Thüringen. Es handelt sich dabei um ein staatliches Spezialgymnasium für Sprachen. Anna-Theresa Wöstenhöfer konnte hier beweisen, wie gut sie ist, und wurde an den richtigen Stellen gefördert. „Ich bin froh, dass ich diese Schule besuchen konnte“, ist die 18-Jährige dankbar für die Chance, die sie bekommen hat.

Großer Erfolg bei der zweiten Teilnahme

Aus dieser Chance hat sie einen beeindruckenden Erfolg gemacht. Sie siegte beim Bundeswettbewerb Fremdsprache, den das Talentförderzentrum Bildung und Begabung Jahr für Jahr veranstaltet. Schon in der zehnten Klasse hatte sie erstmals an dem Wettbewerb teilgenommen – jetzt, in der zwölften Jahrgangsstufe, hatte sie den ganz großen Erfolg. Von diesem erfuhr Anna-Theresa Wöstenhöfer in einer Video-Konferenz. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Preisverleihung, die sonst im stilvollen Rahmen stattfindet, online durchgeführt. Ministerialdirigent Dr. Stefan Luther vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern: „Wir sind beeindruckt von den gezeigten Leistungen und auch von der Freude im Umgang mit anderen Sprachen, die wir hier erleben.“

Preisträgerin vermisst Spezialschulen in NRW

So weit wie Anna-Theresa Wöstenhöfer wohnte fast keine Schülerin und kein anderer Schüler entfernt vom Internat. „Da muss ich die Landesregierung hier in Nordrhein-Westfalen kritisieren. Ich würde mir wünschen, dass es solche Spezialschulen auch hier gäbe“, ist sich die 18-Jährige sicher, dass viele Kinder schon wegen der großen Distanz nicht die Chance bekommen, die sie hatte. „Das ist schade, denn ich bin überzeugt, dass viele Schülerinnen und Schüler aus NRW das Zeug haben, auf diesen Schulen zu bestehen. Die sind ja nicht doof“, spricht Anna-Theresa Wöstenhöfer Klartext.

Job bei französischem Radiosender

Ihre Sprachkenntnisse kann sie jetzt in Frankreich intensivieren. Sie arbeitet derzeit im Team des französischen Radiosenders RCF in Marseille mit und macht dort weitere wichtige Erfahrungen, die ihr in ihrem beruflichen Werdegang helfen können. Das ist wieder so eine Chance, die sie nutzen will.

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Redaktion Unna

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