Die Hellweg-Realschule in Massen soll an ihrem Standort an der Königsborner Straße neu gebaut werden. Bis es so weit ist, wird es aber wohl noch dauern: Andere Bau- und Sanierungsprojekte wie die Grundschule am Hertinger Tor, die Erweiterung der Rettungswache und die Sanierung der Eishalle haben Vorrang. © UDO HENNES

Anmeldezahlen: Hellweg-Realschule beliebt wie lange nicht mehr

Das Anmeldeverfahren für Unnas weiterführende Schulen ist abgeschlossen. Die Hellweg-Realschule geht gestärkt wie lange nicht aus dem Verfahren: Ihre Anmeldezahlen sind deutlich gestiegen.

Unnas einzige Realschule befindet sich im Aufwind: Mit Abschluss des Anmeldeverfahrens an den weiterführenden Schulen hat die Hellweg-Realschule 110 Anmeldungen von Viertklässlern erhalten, die ab dem Sommer die Schule besuchen wollen. Keine andere Schule in Unna hat eine derartige Steigerung im Vergleich zum vorherigen Schuljahr geschafft.

„Das spricht für eine sehr gute Arbeit der Schulleitung“, sagt die für Schulen zuständige Beigeordnete Kerstin Heidler. Die Diskussion um den Neubau oder die Sanierung der Schule hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Unruhe gesorgt.

So geht es jetzt weiter

Bescheid vor den Osterferien

  • Mit dem Ende Anmeldeverfahrens am Donnerstag wissen noch nicht alle Schüler, welche weiterführende Schule sie ab dem Sommer besuchen werden. Das Losverfahren und die Umberatungen starten jetzt und sollen zügig abgeschlossen sein.
  • Ziel der Schulverwaltung ist es, dass alle Viertklässler vor den Osterferien wissen, auf welche Schule sie ab dem Schuljahr 21/22 gehen werde.

Doch ganz offensichtlich schauten Eltern und Viertklässler mehr auf die Arbeit des Schulteams als auf die Diskussion um die Gebäudesituation. Da die Hellweg-Realschule eigentlich eine dreizügige Schule ist, hat die Stadtverwaltung bereits auf die hohen Anmeldezahlen reagiert: „Wir haben die Vierzügigkeit beantragt und gehen auch davon aus, dass das positiv entschieden wird“, sagt Heidler. Dann könnte die Realschule auch noch weitere Schüler aufnehmen, die an ihrer eigentlichen Wunschschule zunächst keinen Platz bekommen.

Denn auch das ist in diesem Jahr wieder der Fall: Mit 156 Anmeldungen hat die Werner-von-Siemens-Gesamtschule so viele Anmeldungen, dass rund 30 Schüler wohl abgewiesen werden müssen. „Mit Abschluss des Verfahrens wird nun ausgelost und umberaten“, erklärt Heidler. Dies geschehe unabhängig davon, ob die Schüler einen Zweitwunsch angegeben hätten. „Wenn ein Schüler ausgelost wird und einen Zweitwunsch angegeben hat, wird er natürlich sofort an diese zweite Schule weiter vermittelt und dort beraten. Das beschleunigt das Verfahren für die Eltern, hat aber keinen Einfluss darauf, ob jemand ausgelost wird.“

Die Peter-Weiss-Gesamtschule hat bisher 108 Anmeldungen vorliegen und bleibt damit nahezu exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Genauso wie die Hellweg-Realschule wird aber auch die Peter-Weiss-Gesamtschule noch weitere Schüler aufnehmen können, die beispielsweise von Werner-von-Siemens-Gesamtschule dorthin umberaten werden.

Unnas Gesamtschulen waren erstmals mit in dem regulären Anmeldeverfahren und nicht wie in den Vorjahren in einem vorgezogenen Verfahren. „Der aktuelle Jahrgang war nicht so groß, dass wir sicher sein konnten, jedem Schüler einen Platz an seiner Wunsch-Schulform anbieten zu können“, erklärt Heidler. Ob dieses Verfahren so beibehalten wird, werde man prüfen. Auch der nächste Jahrgang sei noch vergleichsweise klein. „Danach kommen aber wieder deutliche stärkere Jahrgänge.“

Gymnasiums-Wünsche können alle berücksichtigt werden

Das Interesse an Unnas Gymnasien bewegt sich nahezu auf dem des Vorjahres: Das Pestalozzi-Gymnasium wollen 82 neue Fünftklässler besuchen; das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat aktuell 75 Anmeldungen vorliegen und am Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) sind 88 neue Fünftklässler angemeldet. Hier ist der Unterschied zum Vorjahr am deutlichsten: Zum Schuljahr 2020/21 wollten 122 Fünftklässler das EBG besuchen. Da eine Aufstockung um einen zusätzlichen Zug nicht genehmigt wurde, musste eine ganze Klasse abgewiesen werden.

„Ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr allen Kindern einen Platz an ihrer Wunschschulform anbieten können“, sagt Kerstin Heidler, „die Situation war in diesem Jahr für alle besonders, weil es keine Tage der offenen Tür gab.“ Wegen der Pandemie mussten alle weiterführenden Schulen ihre Informationstage und Schnupperunterricht absagen und produzierten stattdessen Image-Videos und boten Online-Beratungsgespräche an.

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd