Angst vor Atomunfall bei Castor-Transporten durch den Kreis Unna

dzEnergiepolitik

Auf Atommülltransporte durch den Kreis wollen Unnas Grüne ein wachsames Auge haben. Unterstützung durch die Behörden dürfen sie dabei nicht erwarten – zumindest nicht in der eigenen Stadt.

Unna

, 13.12.2019, 11:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Atomtransporte waren in der Vergangenheit oft Ziel von Störaktionen und werden daher mit besonderer Geheimhaltung geplant. Der Kenntnisstand örtlicher Behörden scheint dennoch unterschiedlich zu sein – und in Unna noch geringer als andernorts. Im Rat der Stadt griff die bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert das Thema nun auf.

Sie verwies auf das Beispiel der Stadt Lünen, wo die Stadtverwaltung offenbar mehr über einen Transport wusste, der den Bahnhof der Lippestadt passiert hat. So wollte Kunert nun wissen, ob die Kommunen vorab informiert werden und ob die hiesige Feuerwehr auf etwaige Störfälle eingestellt sei.

Unnas zuständiger Beigeordneter Dirk Wigant erklärte, dass es bislang keine Information an die Stadt Unna gegeben habe, was etwaige Atomtransporte über die Gleise der Südroute angeht. Unna könne aber die Verwaltung in Lünen gerne fragen, wie sie an Auskünfte gelangt ist.

Was die Sicherheitslage angeht, zitierte Wigant eine Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz. Danach seien die Transportbehälter für atomare Abfälle für extreme Belastungen durch Aufprallunfälle und Feuer getestet. 95 Prozent der denkbaren Einsatzszenarien seien mit den Mitteln der Feuerwehren zu bewältigen.

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