Polizeibeamte verletzt: Randalierer wird zur Kasse gebeten

dzGewalt gegen Polizisten

Berichte über Randalierer, die Rettungskräfte verletzen, sorgen immer wieder für Unverständnis. Opfer solcher Taten werden aber auch Polizisten. In Unna wurden im Juni zwei Beamte verletzt.

von Sylvia Mönnig, Dirk Becker

Unna

, 06.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Haftbefehl sorgte dafür, dass ein 30-Jähriger die Nacht zum 12. Juni in einer Zelle auf der Polizeiwache verbrachte. Dort randalierte er, leistete erbitterten Widerstand und verletzte dabei zwei Beamten leicht. Im Prozess beklagte er nun Erinnerungslücken.

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In Schwerte wurde der Mann, der per Haftbefehl gesucht wurde, aufgegriffen und dann zur Wache nach Unna gebracht. Zunächst wurde er dort in einer normalen Zelle untergebracht. Als er aber ununterbrochen schrie und gegen die Tür schlug, sich durch nichts beruhigen ließ, sollte der 30-Jährige auch zum eigenen Schutz in eine Ausnüchterungszelle verlegt werden. Dagegen sperrte er sich so, dass zwei Polizisten Abschürfungen an den Armen davontrugen. Auch beschimpfte er sie unter anderem als „Hurensöhne“.

Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung wurden ihm nun in einem Prozess zur Last gelegt. Der Angeklagte konnte sich kaum erinnern, verwies darauf, in der Nacht unter dem Einfluss von Drogen gestanden zu haben und erklärte, dass er damals erst nicht gewusst habe, warum die Polizisten ihn einfach eingesperrt hätten. Gleichzeitig entschuldigte er sich aber auch bei den beiden betroffenen Beamten.

Die Entschuldigung aber schützte vor Strafe nicht: Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.

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