Ampeltest am Kreishauskreisel in Unna beginnt Mitte November

dzVerkehrsversuch

Eine Lösung für das Verkehrschaos rund um den Kreishauskreisel gibt es noch immer nicht. Zumindest aber gibt es endlich einen Termin für ein vielversprechendes Experiment. Unterdessen diskutiert die Politik, in welche Richtung Radfahrer fahren sollen.

Königsborn

, 14.10.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte November soll der vor einem Monat angekündigte Verkehrsversuch am Kreishauskreisel starten. Unterdessen gibt es unterschiedliche politische Vorschläge, wie der Radverkehr sicherer durch den Kreisel geführt werden kann.

In einem Monat lässt die Stadt an der Viktoriastraße eine provisorische Ampel aufbauen, etwa 30 Meter östlich von der derzeitigen Fußgänger- und Radfahrerquerung. Der Versuchsaufbau wird baulich über eine Baustellenampel hinausgehen. Fußgänger und Fahrradfahrer sollen die neue Querung nutzen. Folglich muss ihnen die alte unmöglich gemacht werden. Der bisherige Zebrastreifen soll mit massiven Absperrungen von beiden Seiten unpassierbar gemacht werden.

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Die neue Querung wird mit der Ampel reguliert. Fußgänger oder Radfahrer, die die Viktoriastraße überqueren wollen, müssen den Ampelschalter betätigen und warten. So gehen oder rollen sie nicht mehr wie bisher zufällig und „kleckerweise“ über die Straße. Autofahrer wiederum, die in den Kreisel einfahren oder ihn verlassen, können durchfahren, es sei denn, die Ampel zeigt für sie gerade „Rot“. Mit dem Verschieben gen Osten wollen die Planer dem Autoverkehr, der aus dem Kreisel kommt, mehr Aufstellfläche geben. Die Stadt und der Verkehrsgutachter, der das Projekt begleiten soll, wollen herausfinden, ob der Verkehr im Kreishauskreisel auf diese Weise besser fließt als bisher. Hintergrund der Maßnahme ist das Projekt Mühle Bremme: Wenn dort ein neues Einkaufszentrum entsteht, soll der zusätzliche Verkehr nicht noch zusätzliche Probleme für den Knotenpunkt bringen.

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Die SPD-Fraktion hatte im August vorgeschlagen, dass Radfahrer nur noch in Fahrtrichtung die Kreiselarme überqueren sollen. Die FDP-Fraktion beantragt nun das Gegenteil: Die „Gegenläufigkeit“ soll beibehalten werden. Alternativ könnte der Radverkehr auf den äußeren Rand der Kreiselfahrbahn verlegt werden. Nur wenn Radfahrer Teil des fließenden Verkehrs würden, hätte es auch Sinn, dass sie nur noch in der Fahrtrichtung des Autoverkehrs fahren.

Hier sind die Anträge der SPD- und der FDP-Fraktion im Wortlaut hinterlegt:
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