Zugausfälle zur Kirmes: Unnaer stranden in Soest

dzAllerheiligenkirmes

Die von der Eurobahn geplanten Sonderzüge, die am Wochenende zwischen Soest und Unna fahren sollten, sind am Freitagabend ausgefallen. Zahlreiche Unnaer harrten am Bahnhof aus – vergeblich.

Unna

, 09.11.2019, 20:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie hatten sich auf die Sonderzüge verlassen, die anlässlich der Allerheiligenkirmes von Soest nach Unna fahren sollten, doch sie strandeten in Soest: Zahlreiche Unnaer erlebten am Freitagabend und frühen Samstagmorgen eine böse Überraschung, als sie nach dem Besuch der Allerheiligekirmes den Rückweg nach Unna antreten wollten.

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Im halbstündlichen Takt sollten die vom Unternehmen TRI im Auftrag der Eurobahn gebuchten Sonderzüge am Wochenende bis 3 Uhr eigentlich zwischen Soest und Unna fahren und so Kirmesbesucher nach Hause bringen. Doch bereits der Zug, der von Soest um 00.03 Uhr am Samstagmorgen fuhr, war so überfüllt, dass Mitarbeiter der DB-Security die Waggontüren mit körperlichem Einsatz schließen mussten. So schildert es Kirmesbesucher Heinz Glade aus Unna unserer Redaktion.

Da der Zug nicht alle Fahrgäste mitnehmen konnte, sei eine große Menschenansammlung auf dem Bahnsteig geblieben. Der Zug, der um 00.33 Uhr hätte fahren soll, kam ebenso wenig wie der um 01.03 Uhr und 01.33 Uhr. „Es gab keinerlei Hinweise dazu. Keine Durchsage auf dem Gleis, keinen Eintrag auf der Anzeigentafel und die Mitarbeiter von DB-Security konnten dazu auch nichts sagen“, so Glade.

„Die durchfahrenden Güterzüge wurden auf den Bahnsteigen nicht angesagt, das war sehr gefährlich.“
Kirmesbesucher Heinz Glade über die Situation am Bahnsteig in Soest

Die Eurobahn, die die Linie betreibt, bestätigt am Samstagabend auf Anfrage unserer Redaktion, dass es zu Zugausfällen gekommen sei. „Unser Triebfahrzeugführer ist während des Dienstes krank geworden und musste seine Arbeit niederlegen“, teilt Unternehmenssprecherin Nicole Pizzuti mit, „das ist natürlich unglücklich für alle Beteiligten.“

Unglücklich auch, weil die Situation auf dem Bahnsteig in Soest offenbar nicht ungefährlich war, wie Heinz Glade schildert: „Die durchfahrenden Güterzüge wurden auf den Bahnsteigen nicht angesagt, das war sehr gefährlich, weil so viele Menschen, die teilweise auch alkoholisiert waren, dort standen.“

Ab 2 Uhr habe die Eurobahn Taxen als Schienenersatzverkehr beauftragt, teil Unternehmenssprecherin Pizzuti mit. Für Heinz Glade zu spät: Er und seine Frau hatten sich nach dem Ausbleiben des Zuges um 01.33 Uhr selbst ein Taxi gerufen. Kosten: Knapp 90 Euro.

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