Aldi hat gute Chancen auf einen größeren Markt am Ring in Unna

dz1200 Quadratmeter

Den Markt am Verkehrsring in Unna hat der Discounter Aldi von Anfang an auf kleinem Raum geplant. Hoffnungen, dass die Stadt später einen Nachschlag genehmigen würde, scheinen sich nun zu erfüllen.

Unna

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Aldis derzeit jüngster Markt in Unna hat gezeigt, wie groß der Nachholbedarf des Discounters in der Kreisstadt war: Mit 1,4 Millionen Euro allein für den Grundstückskauf hat das Unternehmen vergleichsweise viel Geld in die Hand genommen, um dann einen ungewöhnlich kleinen Markt aufzubauen. Mit nur 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ging Aldi Ende 2013 an den Start. Normalerweise plante der Discounter schon damals wesentlich größer.

Aldi an der Weberstraße hat noch Reserven im Lager

Bei näherem Hinsehen fiel auf: Größer geplant hat Aldi auch an der Weberstraße. Das Bauwerk steht auf einem Grundriss von rund 1.600 Quadratmetern. Dass der Supermarkt zur Hälfte aus Lager- und Nebenflächen besteht, erscheint unsinnig in einer Zeit der kurz getakteten Warenlogistik. Tatsächlich aber zeigt es die Weitsicht der Unternehmensplanung: Aldi hat Pufferflächen mit eingeplant, für einen späteren „Ausbau“ des Ladens nun noch ein paar Quadratmeter im Lager.

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800 Quadratmeter sind für Planer die Grenze zum sogenannten „großflächigen Einzelhandel“. Ab 801 Quadratmetern traute man Geschäften zu, in einer ganz anderen Dimension Kaufkraft anzuziehen – mit entsprechenden Nebenwirkungen für Konkurrenten und Verkehr.

Seit einigen Jahren allerdings deutet sich an, dass die Rechnung „Fläche gleich Umsatz“ arg vereinfacht ist. Und Handelsplaner sehen die Flächenbeschränkungen pragmatischer. Manchmal bedeutet eine größere Verkaufsfläche ja auch einfach breitere Gänge und eine ansprechendere Warenpräsentation.

Aldi hat also auf das Prinzip Hoffnung gesetzt und scheint dafür nun belohnt zu werden. Das neue Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept der Stadt hat das Regelwerk für die Ansiedlungspolitik in Unna überarbeitet und gibt Aldi nun buchstäblich mehr Raum.

Ausbau wird aber noch Zeit brauchen

Im Beteiligungsverfahren für die Öffentlichkeit hatte das Unternehmen seine Bitte an die Stadt herangetragen, die Verkaufsfläche am Stadtring, Ecke Weberstraße, von 800 auf 1200 Quadratmeter zu vergrößern. Gutachter Jörg Lehnerdt hält das für machbar, und der Rat der Stadt hat das Gesamtkonzept mit dieser Veränderung verabschiedet.

Wann Aldi die Ausweitung der Fläche im Markt tatsächlich angeht, ist noch offen. Das Einzelhandelskonzept ist eine grundlegende Planungsebene für die Stadt. Konkret müsste für Aldi aber noch der Bebauungsplan geändert werden.

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