Aldi plant nächste Ausbaustufe für den Markt an der Weberstraße

dzBauvoranfrage

Discounter Aldi will die neuen Flächenoptionen im Markt am Verkehrsring in Unna bald in Anspruch nehmen. Zunächst könnte er um 225 Quadratmeter wachsen. Dafür will Aldi eine Genehmigung.

Unna

, 06.09.2019, 11:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass eine größere Verkaufsfläche im Discount-Supermarkt an der Weberstraße im Prinzip unschädlich wäre, hatte bereits das neue Handelskonzept der Stadt aufgezeigt. Zurzeit hat der Verkaufsraum eine Fläche von 800 Quadratmetern. Doch mit der Neufassung des Regelwerkes steigt die Obergrenze auf 1200 Quadratmeter.

Einen Teil dieser neuen Möglichkeiten will Aldi nun in Anspruch nehmen. Im Rathaus der Stadt liegt inzwischen eine Bauvoranfrage des Unternehmens vor. Sie zielt darauf ab, die Ladenfläche auf zunächst 1025 Quadratmeter zu vergrößern.

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Der „Ausbau“ dürfte durch einen Umbau erfolgen. Aldis zurzeit jüngste Filiale in Unna ist mit Weitsicht geplant worden: Auch wenn sie vom Verkaufsraum zu den kleineren Niederlassungen des Unternehmens zählt, ist der Grundriss des heutigen Gebäudes nicht besonders knapp.

Die Planer hatten die Lagerflächen der Filiale großzügig angelegt, um sie bei Bedarf später in Verkaufsflächen umwandeln zu können. Denn ob die damalige 800-Quadratmeter-Beschränkung noch zeitgemäß ist, galt bei der Planung des Ende 2013 eröffneten Marktes bereits als fraglich. Es dauerte dann aber noch eine Weile, bis Unna eine Neufassung des Einzelhandelstandort- und Zentrenkonzeptes verabschiedet hat.

Bauamt prüft auch Belastung durch Verkehr und Lärm

Wann Aldi damit beginnen darf und will, Wände zu versetzen, ist noch nicht klar. Die Bauvoranfrage ist noch kein Bauantrag, leitet aber bereits Vorprüfungen ein, die für die eigentliche Baugenehmigung mit genutzt werden können.

Baugenehmigungen regeln nicht nur die Arbeiten an einer Immobilie, sondern auch ihre Nutzung und die Dinge, die sich daraus ergeben. Bei einem Supermarkt spielen Verkehrs- und Lärmentwicklungen eine Rolle. Aldi muss nun prüfen lassen, inwiefern eine größere Verkaufsfläche mehr Kunden anzieht, und ob sie mit ihren Autos eine Belastung darstellen, die dann da erträgliche Maß übersteigt.

Allerdings wird die früher einmal grundlegende Regel „mehr Fläche, mehr Umsatz“, von Handelsexperten heute differenzierter gesehen. Demnach stehe eine größere Verkaufsfläche vielleicht auch einfach für eine ansprechendere Warenpräsentation und mehr Komfort beim Einkauf, etwa durch breitere Gänge.

„Mehr Platz“ ist zurzeit auch ein Trend beim Bau von Supermärkten. Geplante Neubauten von Aldi für Königsborn und Massen sowie von Norma für den Kastanienhof zielen auf Verkaufsflächen bis zu 1200 Quadratmeter.

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