Ärgerliche Müllberge an der Viktoriastraße schwer zu verhindern

dzMüll in Unna

An Wochenenden türmen sich die Pappkartons an der Viktoriastraße. Nicht nur für Anwohner ist das ein Dauer-Ärgernis. Soll die Stadt ihren kostenlosen Service besser ganz einstellen?

Unna

, 27.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die großen Container sind übervoll. Jede Menge Pappe ist hineingequetscht. Was nicht mehr passt, wird dahinter geschoben oder davor gestapelt. So sieht es regelmäßig an Wochenenden an der Viktoriastraße aus. Und bisher zeichnet sich für das Problem keine Lösung ab.

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Pappe-Chaos nicht erst seit Corona

Eine Bürgerin wies unsere Redaktion nun schon mehrfach auf das wüste Müll-Abkippen vor dem Servicehof hin. Wind trage Papier und Pappe oft weit in die Gegend oder auf Geh- und Radwege, was wiederum gefährlich sei.

Die Stadt bestätigte ein leicht erhöhtes Müll-Aufkommen, das auch eine Folge der Corona-Krise sein könne. Der eine nutzt ein Mehr an Freizeit für Renovierung und Entrümpelung. Der andere verbringt diese Zeit mit mehr Versandbestellungen, die dann in Pappkartons geliefert werden. Aber: „Diese Situation besteht nicht erst seit der Corona-Krise, sondern seit die Container an dieser Stelle aufgestellt wurden“, schreibt die kritische Bürgerin.

Stadt appelliert an Bürger

Das Servicehof-Gelände werde dreimal täglich gereinigt, zum Ende der Woche immer noch ein letztes Mal am Samstagnachmittag, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Er appelliert einmal mehr, dass Bürger die Öffnungszeiten des Servicehofes nutzen. Diese sind aktuell dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 14 Uhr.

Werden Papierabfälle außerhalb dieser Zeiten angeliefert, dann sei es hilfreich, Pappkartons zu zerkleinern und zu bündeln, damit sie weniger Platz im Container einnehmen.

Bürgerin: „Notbremse ziehen“

Doch kommen diese Appelle bei allen Menschen an? Die kritische Leserin zeigt sich mehr als skeptisch. „Es bringt nichts“, schreibt sie. „Jeder macht, was er will.“ Sie ist sicher, es müsse die „Notbremse“ gezogen werden. Die Papiercontainer müssten außerhalb der Betriebszeiten weggesperrt werden. An einem Wochenende sei das schon einmal so gemacht worden - mit Erfolg. Doch die Verantwortlichen zweifeln, ob das eine dauerhafte Lösung ist. Ueberfeld: „Es besteht die Gefahr, dass der Müll trotzdem dort abgeladen wird.“

Übrigens: Papiertonne gebührenfrei

Für Altpapier und Pappe übrigens gäbe es einen Entsorgungsweg, der sogar komfortabler ist als das eigenhändige Transportieren zur Viktoriastraße. Die Stadtbetriebe bieten „Blaue Tonnen“ in zwei Größen an, mit 120 oder 240 Litern Fassungsvermögen. Sie werden alle vier Wochen abgeholt, und das alles ist für den Nutzer gebührenfrei. Alle Infos dazu gibt es auf der Internetseite der Stadtbetriebe.

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