Abstellanlagen für 40 bis 50 weitere Fahrräder am Pestalozzi-Gymnasium Unna

dzMorgenstraße

Mehrere Dutzend weitere Abstellplätze für Fahrräder können am Pestalozzi-Gymnasium eingerichtet werden. Ein Grundsatzstreit ist damit aber immer noch nicht ausgeräumt: Was ist wichtiger: Fahrräder oder Grünflächen?

Unna

, 24.06.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dicht gedrängt stehen während der Schulzeit zahlreiche Fahrräder vor dem Pestalozzi-Gymnasium an der Morgenstraße. Dringend würde die Schule mehr Abstellfläche besnötigen, das machte Schulleiter Dirk Kolar kürzlich im Beirat Fahrrad deutlich. Mehr als jeder dritte Schüler komme mit dem Fahrrad. Kolar hatte im vergangenen Jahr schon erklärt, es sei Teil des pädagogischen Konzepts am PGU, dass viele Schüler mit dem Rad kommen. Diese Jugendlichen müssten aber auch die Möglichkeit haben, ihre Räder sicher abzustellen und anzuschließen. Und die sollen sie jetzt bekommen.

Mehrheit für Fahrradständer und gegen Beet

Der Beirat sprach sich mehrheitlich dafür aus, zusätzliche Stellplätze für Schülerfahrräder einzurichten. Dafür soll der wesentliche Teil eines mit Bodendeckern und Bäumen bepflanzten Beets entfernt werden. Darum entbrannte im Ausschuss einmal mehr eine Diskussion. Diese Grünfläche sei schön und erhaltenswert, argumentierte CDU-Ratsherr Werner Clodt. Uwe Kornatz, für die SPD als sachkundiger Bürger im Beirat, hält den ökologischen Wert des Beets allerdings für gering. Er ist einer Meinung mit Schulleiter Kolar, dass zwischen den Bodendeckern Müll liege, der sicher auch Ratten anziehe.

Stadt plant mit 15.000 Euro

Würde diese Bepflanzung verschwinden, könnten 40 bis 50 weitere Fahrräder abgestellt werden. „Damit wäre uns massiv geholfen“, sagt Kolar. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 15.000 Euro.

Das Grünbeet ist derzeit eine Abgrenzung der Fahrradanlage zur Straße hin. Diese sei wichtig auch als Schutz vor Vandalismus, so war in der Vergangenheit schon argumentiert worden. Da es entlang der Straße viel Publikumsverkehr gebe, dürfte das aber nach Kolars Meinung kein Problem sein.

Schulgemeinde würde Ersatzbäume pflanzen

Sollte das PGU die zusätzlichen Fahrradständer bekommen, würden sich Schüler und Eltern auch um Ersatzpflanzungen bemühen, um den Verlust der Grünfläche auszugleichen, so Kolar.

Als Kompromiss erscheint es nun aber auch denkbar, dass innerhalb des Fahrradständers zwei bis drei Bäume stehen bleiben. So Schlug es der sachkundige Bürger Christian Jänig vor. Die Umsetzung einer Idee Björn Merkords wird wohl an fehlenden Finanzmittel scheitern. Der Grünen-Ratsherr schlug vor, die Fahrradabstellplätze zu überdachen und dieses Dach zu begrünen. So würde quasi eine neue Grünfläche geschaffen, obendrein würden auch teure E-Bikes, die inzwischen auch von Schülern genutzt werden, vor Regen geschützt.

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