ABC-Einsatz an der Hertingerstraße: Diesmal schnelle Entwarnung

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Kurzer ABC-Alarm am Dienstagabend in der Unnaer Innenstadt: Eine 52-jährige Frau hatte einen Brief erhalten, der ihr verdächtig vorkam. Sie alarmierte die Polizei, die samt Feuerwehr ausrückte. Die Entwarnung folgte schnell.

Unna

, 23.06.2020, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Brief hat an der Hertingerstraße am Dienstagabend große Besorgnis und einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Doch der dieser Einsatz endete mit einem erleichterten Aufatmen. Und diesmal kam es schnell.

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Eine 52-jährige Frau hatte in ihrer Post einen Brief gefunden, der ihr verdächtig erschien – und nach dem Kontakt damit zudem ein Kribbeln an der Hand verspürt.

Sie rief die Polizei an und löste damit eine Reaktionskette aus, die in Unna bereits gut eingespielt ist. Verdächtige Briefe hat es in der jüngeren Vergangenheit des öfteren gegeben – immer verbunden mit langen Einsätzen der Feuerwehr, die zumeist die analytische Taskforce der Feuerwehr aus Dortmund zur Hilfe ruft.

Auch diesmal sah es zunächst danach aus, als ob dieses Programm abgespult werden müsse. 55 Feuerwehrleute aus Unna waren ausgerückt. Die Hertingerstraße wurde zwischen Verkehrsring und Bachstraße gesperrt. Bewohner des privaten Wohngebäudes durften das Haus entweder nicht betreten oder nicht verlassen. Wegen des unerklärlichen Kribbelns in den Fingern wurde die Adressatin untersucht. Neben dem Rettungsdienst war auch ein Notarzt vor Ort.

Feuerwehr und Polizei haben den Einsatzort an der Hertingerstraße abgesperrt, bereiten sich auf die Bergung und Untersuchung der Substanz vor.

Feuerwehr und Polizei haben den Einsatzort an der Hertingerstraße abgesperrt, bereiten sich auf die Bergung und Untersuchung der Substanz vor. © Michael Neumann

Doch etwas war anders bei diesem Einsatz: Der Brief enthielt weder eine rätselhafte Substanz noch ein weißes Pulver. Stattdessen trug er sogar einen Absender. Der Polizei gelang es, diesen zu kontaktieren. Er bestätigte, dass in dem Umschlag genau das drin sei, was drin sein sollte: Eine Scheckkarte, die man als Gutschein für ein Computerspiel einlösen kann.

Offenbar hatte die Tochter der Finderin ein Computerspiel bestellt und sich den Datenträger an die Adresse ihrer Mutter schicken lassen.

Somit endete der Einsatz mit einer Entwarnung – diesmal nach nur einer Stunde.

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