A44: Fahrer des umgekippten Tanklasters stand vermutlich unter Drogen

Die Sicherung des Gefahrguts dauerte Stunden, ehe der umgekippte Lastwagen geborgen werden konnte. Die Auswirkungen des Unfalls auf der A44 zogen sich bis in den Mittwochvormittag hinein.
Auf der Autobahn 44 bei Werl ist in der Nacht ein Tanklaster umgekippt. © dpa

Nach dem nächtlichen Unfall eines Tanklasters auf der A44 kurz vor dem Autobahnkreuz Werl äußert die Polizei einen schwerwiegenden Verdacht: Der 25-jährige Fahrer hat möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden, ein an der Unfallstelle durchgeführter Drogentest fiel positiv aus.

A44: Vollsperrung dauerte bis zum Vormittag

Aus zunächst ungeklärter Ursache war auf der A44 in Fahrtrichtung Kassel in der Nacht zu Mittwoch gegen 0.15 Uhr ein Tanklaster umgekippt. Die Folge war eine Vollsperrung der Fahrbahn ab der Anschlussstelle Unna-Ost bis in den Vormittagsbereich, entsprechend stark belastet war die Ausweichstrecke über die B1 im morgendlichen Berufsverkehr. Die Reinigungs- und Bergungsarbeiten zogen sich bis zum Mittag hin, erst danach konnte die Fahrbahn vollständig freigegeben werden.

Tanklaster war mit 30.000 Litern Heizöl beladen

Hintergrund: Der Tanklaster war mit mehr als 30.000 Litern Heizöl beladen, die vor der Bergung des verunfallten Lasters zunächst abgepumpt werden mussten. Allein dies dauerte mehrere Stunden. Zudem lief im Verlauf der Bergungsarbeiten Dieselkraftstoff aus dem Tank des Lkw auf die Fahrbahn aus. Größere Umweltschäden konnten gleichwohl verhindert werden.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Polizei erläuterte, dass der Fahrer in Höhe der Tank- und Rastanlage „Haarstrang-Süd“ die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, das in der Folge auf die Seite kippte und alle Fahrspuren blockierte. Der Fahrer selbst konnte sich nach dem Unfall den Angaben zufolge zwar eigenständig aus dem Führerhaus befreien. „Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf den Konsum von Betäubungsmitteln“, teilte die Polizei mit.

Rund 100.000 Euro Sachschaden

Dem positiven Drogentest vor Ort schloss sich die Entnahme einer Blutprobe an, seinen Führerschein ist der 25-jährige Werler bis auf Weiteres los. Den geschätzten Sachschaden bezifferte die Polizei mit rund 100.000 Euro.