700 Jahre Stadtkirche: Kantorei spielt feierliches Finale

Redakteur
Nach dem festlichen Beginn an Pfingsten (Bild) sollen die Feiern zum 700. Geburtstag der Unnaer Stadtkirche auch musikalisch ihren Abschluss finden. Hannelore Höft und ihre Musiker laden ein. © Stefan Milk
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Zum Abschluss der 700-Jahr-Feierlichkeiten der Evangelischen Stadtkirche lädt die Philipp-Nicolai-Kantorei zu einem Oratorienkonzert am Samstag, 24. September, ein. Gespielt wird Musik der Bach-Söhne. Auf Unnas größter Kirchenbühne stehen der Chor, Solisten und ein neues Stadtkirchen-Ensemble.

Konzert mit Philipp-Nicolai-Collegium

Kirchenmusikdirektorin Hannelore Höft wird das Konzert mit Unterstützung von vier Solisten bestreiten, von denen einige dem Unnaer Publikum bestens bekannt sind von früheren Aufführungen: Anna-Marie Palli (Sopran), Dorothee Rabsch (Mezzosopran), Andreas Post (Tenor) und Gerrit Miehlke (Bass). Und neben dem großen Chor der Kantorei tritt das noch junge Philipp-Nicolai-Collegium auf. Höft berichtet, sie habe dieses Instrumentalensemble ins Leben gerufen auch vor dem Hintergrund der Pandemiebedingungen. „Es gibt mir auch in Zukunft die Möglichkeit, flexibel zu reagieren“, so Höft. Rund 14 Musiker – Streicher und Bläser – werden am 24. September zu hören sein.

Aufgeführt werden zum einen die Sinfonia und Kantate „Dies ist der Tag“ von Wilhelm Friedemann Bach. Er war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Vor allem die Pfingstkantate sei passend für ein solches Geburtstagskonzert, verspricht Höft.

„Gloria“ zu Auftakt und Abschluss

Von Bachs jüngstem Sohn Johann Christian wiederum stammt das „Gloria in excelsis Deo“. Es wurde Anfang der 1760er-Jahre komponiert und weise mit seiner Leichtigkeit und Fröhlichkeit bereits den Weg vom Barock zur Klassik. „Damit schließt sich auch ein Kreis“, so Hannelore Höft: Zu Pfingsten hatte die Kantorei mit dem Gloria von Vivaldi das Stadtkirchen-Festjahr in Unna eröffnet.

Die Zutaten zu einem stimmungsvollen, großen Abschlusskonzert dürften also gut gemischt sein. Hannelore Höft und ihre Musiker freuen sich, ein möglichst großes Publikum in der Stadtkirche zu begrüßen. „Nichts ersetzt ein Live-Erlebnis.“

Vor dem Abschlusskonzert am 24. September gibt es in der Reihe der Unnaer Abendmusiken einen Festgottesdienst am 18. September mit zeitgenössischer Musik. Die Kantorei und eine sechsköpfige Band spielen die „Messe der Hoffnung“ von Reimund Kress.