Noch teurer: Weitere 580.000 Euro für Sanierung der Stadthalle Unna nötig

dzStadthalle Unna

Die Sanierungsarbeiten an der Stadthalle dauern nicht nur länger als zunächst geplant, sie werden auch immer teurer. Jetzt müssen auch Dächer und die Küchenlüftung saniert werden.

Unna

, 25.02.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadthalle Unna ist immer wieder für eine Überraschung gut. Das gilt auch für die laufenden Sanierungsarbeiten. Jetzt soll die Politik erneut 580.000 Euro bereitstellen, damit Dächer und die Küchenlüftung saniert werden können. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

5,655 Millionen Euro sind bislang schon für die Sanierung der Stadthalle Unna bereitgestellt worden – vor allem für Brandschutzmaßnahmen und eine neue Lüftungsanlage. Inzwischen sind aber weitere Maßnahmen erforderlich, die bisher nicht eingepreist waren.

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400.000 Euro für die Küche

Mit rund 400.000 Euro schlagen laut Stadtverwaltung die Erneuerung der Lüftungstechnik und Elektroinstallationen in der Küche zu Buche. Im Zuge früherer Sanierungsmaßnahmen hatte sich herausgestellt, dass die Lüftungsanlage der Stadthalle schadstoffbelastet und zudem für ihre Nutzungsart nicht zulässig ist.

Stadtsprecher Oliver Böer erklärt, dass die Lüftungsanlage nicht der mit dem Pächter getroffenen Vereinbarung entspreche. Eine Prüfung habe dann auch die Schadstoffbelastung offenbart. Die belasteten Teile der Anlage sind bereits zurückgebaut, nun soll eine Küchenlüftungsdecke ohne Wärmerückgewinnung eingebaut werden. Sie entspräche den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Pächter.

180.000 Euro für Dächer der Seitenfoyers

Eine andere Problematik ist auch für Besucher der Stadthalle erkennbar. Die Dächer der Seitenfoyers sind nicht dicht. In diesem Bereich gab es bislang abgehängte Decken. Als diese entfernt wurden, wurden Wasserschäden deutlich. Die Stadtverwaltung spricht von „eklatanten baukonstruktiven Mängeln“, die beseitigt werden müssten. Die Kosten beziffert sie mit 180.000 Euro.

Als die abgehängte Decke entfernt wurde, traten die Wasserschäden zutage.

Als die abgehängte Decke entfernt wurde, traten die Wasserschäden zutage. © Borys Sarad

Besucher dürften sich aber auch an dem Anblick stören. Dichtungsmaterial ist zwischen den Holzbauteilen zu erkennen. Wem das in den Blick fällt, der darf sich durchaus wie auf einer Baustelle fühlen.

Damit aber nicht genug: Die Stadtverwaltung kündigt an, dass weitere 480.000 Euro für Einbauten zur Verbesserung der Raumakustik und der Raumlufttechnik erforderlich sind. So sollen Volumenstromregler im Festsaal sowie Abhangdecken im Saal und in den Seitenfoyers eingebaut werden. Zudem muss ein neuer Lagerraum geschaffen werden.

Schwacher Trost: Die Verwaltung erklärt, dass die Arbeiten „voraussichtlich nicht vor 2024“ durchgeführt werden können. Diese 480.000 Euro sind also nicht unmittelbar erforderlich.

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