2019 steckt die Stadt Unna 100.000 Euro in einen Hohlraum am Morgentor

dzKortelbachanierung

Wann und wie genau die Bauarbeiten am Morgentor weitergehen, wird im Rathaus immer noch beraten. Die Stadt muss einen Hohlraum unterhalb der Stadtmauer verfüllen lassen. Inzwischen steht fest, dass die Maßnahme rund 100.000 Euro kosten soll.

Unna

, 11.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Ecke Morgenstraße/Ostring hatten die Stadtbetriebe einen Schacht als Teil der neuen Verrohrung für den Kortelbach setzen lassen. Im Zuge der Bauarbeiten waren unterirdische Höhlen zutage getreten. Im Sommer 2017 und ein weiteres Mal in diesem Jahr waren Bauarbeiter auf alte Keller gestoßen. Sie müssen zu Gebäuden gehört haben, die ursprünglich an dieser Stelle standen und in den 1960er-Jahren abgerissen wurden, als der heutige Ostring gebaut wurde.

Problematische Sperrungen

Diese zwei Hohlräume wurden verfüllt, sodass die Bauarbeiten an diesen Stellen abgeschlossen werden konnten. Ein weiteres Problem aber liegt immer noch in der Tiefe. Dass die Arbeiten deswegen ruhen, davon zeugen die kreuz und quer stehenden Bauzäune, die seit Monaten einen Teil des Areals absperren. Problematisch ist das nicht nur für das Erscheinungsbild des Umfelds von Morgentor und Nicolaiviertel. Die Sperrungen bringen auch ganz praktische Probleme mit sich. Fußgänger können auf dem westlichen Bürgersteig nicht den Ostring entlanggehen. Und die Gaststätte Waffelstübchen konnte in diesem Jahr zur Freiluftsaison ihre kleine Terrasse an der Mauer nicht nutzen. Die Stadt hatte die Sitzfläche aufgrund des unsicheren Untergrunds gesperrt.

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An diesem Zustand hat sich seit Mai diesen Jahres nichts geändert. Noch immer ist unbekannt, wann die Gefahr beseitigt wird. Für die Sicherungsarbeiten gibt es noch keinen Zeitplan, aber inzwischen eine Kostenschätzung. In einer aktuellen Vorlage zum Haushalt berichtet die Stadtverwaltung von einem Plus in Höhe von 300.000 Euro. 200.000 Euro davon sollen in die Sanierung von Schultoiletten fließen, 100.000 Euro in die Versiegelung des Hohlraums am Morgentor. Es sei eine grobe Schätzung, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Details zu der Sanierungsmaßnahme würden noch geplant.

Lager einer früheren Brauerei

Bestätigt sei, dass es sich bei dem Gewölbe um einen Lagerkeller einer Kleinbrauerei handele. Auch einer der zuvor entdeckten Hohlräume wurde einem ehemaligen Brauerei-, Brennerei- und Gastronomiebetrieb zugeordnet. Zu den Ausmaßen dieses noch nicht verfüllten Kellers konnte Ueberfeld keine Angaben machen. Eine Fachfirma hatte den Untergrund des Stadtmauer-Umfelds in diesem Jahr mit Probebohrungen sondiert.

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