Feste Bringzeiten bei verkürzter Betreuung: Stadt und Einrichtungen planen Kita-Start

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Auch die Kita St. Katharina in Unna bereitet sich auf den Start vor: Ab Montag werden Kinder dort im eingeschränkten Regelbetrieb empfangen. Nicht für alle Eltern ist das ein Vorteil.

Unna

, 03.06.2020, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am kommenden Montag (8. Juni) startet in Kindertageseinrichtungen der eingeschränkte Regelbetrieb. Auch in Unna werden dabei die vom Land vorgegeben Rahmenbedingungen umgesetzt. Demnach werden die Beiträge für Juni und Juli halbiert, der Betreuungsumfang für jedes Kind reduziert sich um zehn Wochenstunden.

Konkret bedeutet das: Wenn ein Kind laut Vertrag zuvor 45 Stunden pro Woche in der Kita betreut worden ist, stehen ihm ab Montag nur noch 35 Stunden zu; bei einer vorherigen Betreuungszeit von 25 Stunden pro Woche sind es jetzt nur 15 Stunden.

Eingeschränkter Regelbetrieb nicht für alle Eltern von Vorteil

Obwohl sich viele Eltern freuen, dass ihre Kinder überhaupt wieder in die Kita gehen dürfen, ist diese Regelung nicht für alle eine Entlastung, wie Nadine Knapp-Wichmann, Leitung der der katholischen Kindertageseinrichtung St. Katharina in Unna weiß: „Eltern, die derzeit noch die Notbetreuung in Anspruch nehmen, stehen jetzt besser da als nach dem 8. Juni“, sagt sie. Denn auch diese Eltern können dann nur den reduzierten Betreuungsumfang in Anspruch nehmen.

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Letzterer werde vom Großteil aller Eltern dennoch dankend angenommen: Nur zwei Mütter hätten bereits angekündigt, ihre Kinder aus Vorsicht noch bis zu den Sommerferien zuhause behalten zu wollen, der Rest werde seine Kinder am Montag in die Betreuungseinrichtung bringen, glaubt Knapp-Wichmann. Dann seien täglich wieder 67 Kinder vor Ort.

„Die Kinder waren jetzt so eine lange Zeit zuhause, dass vielen die Abnabelung wieder schwer fallen wird.“
Nadine Knapp-Wichmann, Leitung der der katholischen Kindertageseinrichtung St. Katharina

Gestaffelte Bringzeiten sollten zur Entzerrung beitragen

Damit am Montag so weit wie möglich alle Hygienestandards eingehalten werden, würden schon jetzt schon Pläne zur Umsetzung entwickelt: „Wir wollen etwa die Bringzeiten staffeln, damit kein Gedrubbel entsteht“, erklärt Knapp-Wichmann. Eltern, die ihr Kind beispielsweise von 7 bis 14 Uhr in die Betreuung geben, sollen ihre Kinder dann zu zwei Zeitfenstern, jeweils von 7 bis 7.20 Uhr und von 8 bis 8.20 Uhr abgeben können.

Verabschiedet werden sollen die Kinder möglichst an der Garderobentür. Dass das reibungslos funktioniert, glaubt Leitung Knapp-Wichmann jedoch nicht:. „Die Kinder waren jetzt so eine lange Zeit zuhause, dass vielen die Abnabelung wieder schwer fallen wird“, sagt sie. Immerhin könnten die Kinder sich durch die verkürzte Betreuungszeit langsam wieder an die Kita gewöhnen.

Elternbeiträge im Juni und Juli um die Hälfte reduziert

Für diese müssen Eltern in den Monaten Juni und Juli auch nur die Hälfte zahlen. Die Stadt beabsichtigt, die Elternbeiträge im Juni aussetzen und im Juli zu erheben, statt die monatlichen Elternbeiträge jeweils die Hälfte zu reduzieren.

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