Wieso die „Nacht der Lichtkunst“ dieses Jahr vor allem für Familien spannend ist

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Familien mit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren stehen im Fokus der diesjährigen „Nacht der Lichtkunst“ am 28. September. Für sie gibt es erstmalig die Möglichkeit zu einer „Familien-Lichtreise“.

Unna

, 14.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Kunst ist nur etwas für Erwachsene? Von wegen! Im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna hat man längst erkannt, dass auch schon Kinder für die Faszination von Licht als Kunstwerk zu begeistern sind. Nun wird auch die jährliche „Nacht der Lichtkunst“ um einen neu entwickelten Baustein erweitert, der Kinder ab sechs Jahren die Lichtkunst erklärt und vor allem erlebbar macht.

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Alle Infos auf einen Blick

Karten, Preise und Treffpunkt

  • Treffpunkt für die Familien-Lichtreise ist am Samstag, 28. September, um 18.45 Uhr an der Info-Theke im Zentrum für Information und Bildung (ZIB) in der Lindenbrauerei am Lindenplatz 1 in Unna. Bitte eine Taschenlampe mitbringen.
  • Tickets kosten im Vorverkauf 14,90 Euro zzgl. VVK-Gebühr pro Erwachsenem und 7,90 Euro zzgl. VVK-Gebühr pro Kind (bis 12 Jahre). Darin ist das Kreativ-Material bereits enthalten. Tickets sind erhältlich im i-Punkt der Kreisstadt Unna (0 23 03) 103-777 und an allen HellwegTicket-VVK-Stellen.
  • Ausführliche Informationen zur 4. Nacht der Lichtkunst gibt es unter www.hellweg-ein-lichtweg.de. Die Programmhefte liegen an allen öffentlichen Stellen in der Stadt aus oder sind im i-Punkt der Kreisstadt Unna erhältlich.

Die 4. „Nacht der Lichtkunst“ am 28. September bietet neben einem umfangreichen Spielortprogramm und den bekannten „Lichtreisen“ dieses Jahr eine neu entwickelte „Familien-Lichtreise“ mit einem kindgerechtem Kreativprogramm an. Die im Rahmen des Projekts „Hellweg – ein Lichtweg“ entstandene Lichtreise legt ihren Schwerpunkt auf Familien mit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Dabei werden komplexe Themen und Lichtkunstinstallationen besonders kindgerecht erklärt und für die ganze Familie aktiv erlebbar gemacht. Dieses Mal geht es für die Teilnehmer bequem mit dem Bus zu den Stationen Unna, Schwerte und Lünen und damit an drei von insgesamt neun „Lichtweg“-Städte, die inzwischen 44 Kunstinstallationen im öffentlichen Raum zu bieten haben.

Unterwegs mit dem „Licht-Reise-Bus“

Los geht es an diesem Abend mit dem Licht-Reise-Bus von Unna nach Schwerte. Doch bevor alle gemeinsam in den Bus steigen, werfen die Teilnehmer schon mal einen Blick auf die erste Lichtkunstinstallation in Unna: Die Fibonacci-Reihe von Mario Merz ist eine über 800 Jahre alte, mathematische Zauberformel – und natürlich leuchtet sie, unübersehbar am Schornstein der Lindenbrauerei.

Wieso die „Nacht der Lichtkunst“ dieses Jahr vor allem für Familien spannend ist

Die Fibonacci-Reihe leuchtet bei Dunkelheit am Schornstein der Lindenbrauerei. © Udo Hennes

Während der Busfahrt nehmen die Lichtreisenden das Projekt „Hellweg – ein Lichtweg“ dann genauer unter die Lupe und beantworten Fragen zur Lichtkunst: Was haben Ruhr und Lippe mit der Fahrt zu tun und warum gehören Kunst und Natur oft ganz eng zusammen?

In Schwerte kommt Musik ins Spiel

Angekommen an der Rohrmeisterei in Schwerte geht es über die Ruhr-Auen zu den beleuchteten Kunstwerken von Kazuo Katase und Rosemarie Trockel. Hier wird es musikalisch zugehen und gemeinsam wird überlegt, was die „Helle Kammer“ wohl so am Tage macht.

Wieso die „Nacht der Lichtkunst“ dieses Jahr vor allem für Familien spannend ist

Lichtkunst ist teilweise sogar auch zum Anfassen – wie hier das Kunstwerk „Touch me“ in Lichtkunstzentrum in Unna. © Marcel Drawe

Auf der Weiterreise nach Lünen können die Teilnehmer dann kreativ werden, bevor sie vor Ort die Lichtinstallation von Martin Pfeifle ansteuern. Bei der Erkundung seiner Idee von einem Stadttor sind alle vereinten Kräfte gefragt, bevor die Reisenden selbst mithilfe von Licht ein wirkliches Tor bauen.

Wanderung mit Taschenlampe

Anschließend wird es abenteuerlich: Ausgestattet mit Taschenlampen geht es über einen geheimen Weg über die Lippe zu dem „Flusswächter“ von Kazuo Katase.

Danach geht es zurück nach Unna, wo alle entdeckungshungrigen Nachteulen abschließend noch das Internationale Lichtkunstzentrum im Rahmen einer Kurzführung besuchen können.

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