Die Seilbahn Koblenz verbindet das Konrad-Adenauer-Ufer mit der Festung Ehrenbreitstein. © picture alliance/dpa
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Wochenendausflug nach Koblenz: Zwischen Vulkanpark und Weltkulturerbe

Die Stadtbürger nennen es liebevoll „Kowelenz“. Das Panorama von Koblenz hat die Qualität eines Postkartenmotivs. Hier gibt es genug zu sehen, um gleich mehrere Tage zu füllen.

Wo sich Vater Rhein und Mutter Mosel begegnen, wie es so schön heißt. Koblenz ist tages- und wochenendausflugswürdig. Denn nur wenige Kilometer weiter wartet ein spannender Vulkanpark auf seine Besucher.

Das ist Koblenz:

Mit 114.000 Einwohnern ist Koblenz nach Mainz und Ludwigshafen am Rhein die drittgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz.

Aufgrund mehrerer Kriege hat die Stadt eine lange Geschichte und gehörte schon zu mehreren Reichen und Gebieten. Bereits in der Steinzeit war Koblenz besiedelt. Im zweiten Weltkrieg wurden 87% der Stadt zerstört und anschließend über Jahre wieder aufgebaut.

Die Stadt Koblenz hat eine lange und nicht ganz einfache Geschichte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie für kurze Zeit zur Landeshaupstadt in Rheinland-Pfalz ernannt. Auch heute ist sie noch wirtschaftlich, administrativ und kulturell das Oberzentrum im Norden des Bundeslandes.
Die Stadt Koblenz hat eine lange und nicht ganz einfache Geschichte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie für kurze Zeit zur Landeshaupstadt in Rheinland-Pfalz ernannt. Auch heute ist sie noch wirtschaftlich, administrativ und kulturell das Oberzentrum im Norden des Bundeslandes. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Was sollte jeder unbedingt sehen?

Allein schon die Fahrt hin zur Stadt kann zum Erlebnis werden, wenn man mal die Autobahn verlässt und sich für einen der Landstraßenwege entscheidet, die zwischen wundervollen Weinbergen entlangführt. Mit Sicherheit werden hier schon die ersten Fotos geschossen.

Man war nicht in Koblenz, wenn man nicht das Deutsche Eck und sein Kaiser-Wilhelm-Denkmal besucht hat. Mehr als zwei Millionen Touristen halten hier jährlich mit diversen Kameras Momente fest, was bei dem Ausblick kaum verwundert. Hier führen beide Flüsse ineinander. Seit 2002 ist es Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“.

60 Kilometer Wanderwege im Vulkanpark Mayen - langweilig wird einem hier mit Sicherheit nicht.
60 Kilometer Wanderwege im Vulkanpark Mayen – langweilig wird einem hier mit Sicherheit nicht. © Martin Christ © Martin Christ

Um Rhein und Mosel von hoch oben zu betrachten, ist die Seilbahnfahrt zur Festung Ehrenbreitstein zu empfehlen. Sie ist die zweitgrößte, noch erhaltene Festung Europas und befindet sich ganze 118 Meter über dem vor ihr liegenden Rhein. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, kann sich stattdessen fürs Schiff entscheiden, um die Flut des Rheins auf anderem Wege zu spüren. Am besten wählt man eine der Burgenrundfahrten, um auch das Schloss Stolzenfels gesehen zu haben.

Im Stadtkern warten ebenfalls zwei Anlaufstellen auf ihre Besucher: Der Görres-platz mit seiner Historiensäule verbindet gleich mehrere Komponenten zu einem Augenschmaus. Sowohl das alltägliche, bunte Leben, als auch kulinarische Angebote und der Wahrzeichenbrunnen, der die 2000-jährige Geschichte der Stadt zeigt, treffen hier aufeinander.

Am zweiten Tag lohnt es sich, 20km zu fahren, um das benachbarte Plaidt zu erreichen. Dort liegt der bekannte Vulkanpark Mayen. Zwar ist der letzte Vulkanausbruch in der Eifel bereits – oder besser gesagt „erst“ – 13.000 Jahre her, aber aktiv ist das System immer noch. Sieben Infozentren und 17 Kultur- und Industriedenkmäler laden dazu ein, entdeckt zu werden und sich mit dem Naturspektakel zu beschäftigen. Wanderwege von bis zu 60km sollten auch Hartgesottene auf die Probe stellen. An manchen Tagen finden Veranstaltungen für Jung und Alt statt.

Im Vulkanpark Mayen gibt es viel zu lernen und zu entdecken.
Im Vulkanpark Mayen gibt es viel zu lernen und zu entdecken. © Klaus Peter Kappest © Klaus Peter Kappest

Wo können Reisende übernachten?

Möchte man es sich so richtig gut gehen lassen, ist das perfekt gelegene Altstadt Hotel mit seinen stilvollen Zimmern die beste Wahl. Die durchweg hervorragenden Bewertungen sprechen für sich. Wer einen Blick aufs Wasser bevorzugt, kann sich für das Hotel Kleiner Riesen entscheiden, das schon oft seinen Dienst erwiesen hat. Gut schlafen wird man bestimmt in beiden Bleiben.

Das neugotische Schloss Stolzenfels thront auf der linken Seite des Rheins und gilt als Meisterwerk der Rheinromantik.
Das neugotische Schloss Stolzenfels thront auf der linken Seite des Rheins und gilt als Meisterwerk der Rheinromantik. © picture alliance / dpa © picture alliance / dpa

Wie kommt man hin?

Wie bereits erwähnt, lohnt es sehr, über Landstraßen nach Koblenz zu fahren. Spätestens in Siegburg ist es sinnvoll, die B42 anzusteuern, statt weiterhin auf der A3 zu bleiben. Das dauert zwar, macht aber schon den Hinweg zum Erlebnis. Wer den schnelleren Weg bevorzugt, wechselt schließlich von der A3 auf die A48. Eine Zugfahrt kann sich jedoch ebenso auszahlen, da einige der imposanten Weinberge auch so wahrgenommen werden können.

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