Coronavirus

Stiko: Corona-Impfung muss spätestens 2022 aufgefrischt werden

Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass alle Impfungen gegen das Coronavirus aufgefrischt werden müssen. Zwei Imfpstoffe wirken nicht stark gegen die südafrikanische Variante.
Eine elektronische Anzeigetafel mit dem Wort «Impfzentrum» und ein Plakat mit der Abbildung einer Spritze weisen den Weg zum Impfzentrum auf dem Messegelände in Hannover. Im Kampf gegen die dritte Welle gibt es in Niedersachsen ein Impfwochenende. +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. „Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). „Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein, sagte er den Funke-Zeitungen.

Zwei Impfstoffe wirken nicht stark gegen die südafrikanische Variante

Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam seien, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem angepassten Impfstoff beginnen. Gegen die südafrikanische Variante etwa wirkten die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht so gut. „Sollte sich diese Variante bei uns stark verbreiten, sollten die betroffenen Personen dann als erste besser immunisiert werden.“

Mertens wies darauf hin, dass die Hersteller nach eigener Aussage bereits an modifizierten Impfstoffen arbeiten, die gegen relevante derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen.

Nach Angaben des Stiko-Chefs ist es zudem denkbar, dass der Impfschutz bei einzelnen Gruppen bereits wieder nachlässt oder generell zu schwach ist. Das könne einzelne Altersgruppen betreffen oder auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bei Patienten, deren Immunabwehr medikamentös gesteuert werde, könnte es sein, dass bereits kurzfristig eine dritte Dosis nötig sei, so Mertens.

Der Artikel "Stiko: Corona-Impfung muss spätestens 2022 aufgefrischt werden" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland
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