Die U19-Junioren des Holzwickeder SC haben sich in der Winterpause verstärkt. Zwei Australier laufen an der Emscher auf und sind begeistert vom hohen spielerischen Niveau in Deutschland.

Holzwickede

, 06.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit den beiden Mittelfeldfußballern Brock Duffy und Connor McLeod aus Australien starten die Holzwickeder U19-Junioren in die Rückserie der Bezirksliga. Beide haben in „Down Under“ auf hohem Niveau in der australischen Elite-Jugend Liga Fußball gespielt und wollen nun ihre Erfahrungen in Deutschland machen. Die Jugendtrainer Lars Rohwer und Silvio Santoro sind bereits jetzt begeistert von den „Aussies“. ,,Das sind gut geschulte Jungs, die beidfüßig spielen und über eine gute Athletik verfügen“, freut sich Holzwickedes Lars Rohwer über die Verstärkung.

Vor allem aber freut er sich auch darüber, dass seine Fußballer neue Erfahrung mit den neuen Mitspielern machen. „Das ist hier soetwas wie ein internationaler Sport-Austausch. Ich erhoffe mir davon, dass beide Seiten etwas für ihre fußballerische Zukunft mitnehmen können“, sagt Rohwer.

Unsere Sportredaktion führte ein kurzes Interview mit den australischen Fußballern, Brock Duffy und Connor McLeod, über den deutschen Fußball, sportliche Ziele und die Buschbrände in Australien.

Warum zieht´s Euch nach Deutschland?

Wir kommen natürlich nach Deutschland, um in fußballersicher Hinsicht auf einem nächsthöheren Niveau zu spielen als in Australien. Der europäische Fußball besitzt in Australien einen hohen Stellenwert - vor allem der deutsche. Zudem gehen wir hier auf eine deutsche Schule , um die Sprache noch besser zu lernen. Das klappt ganz gut.

Jetzt lesen

Wieso geht´s ausgerechnet zum Holzwickeder SC?

Wir hatten einfach das Glück, dass wir einen Kontakt zum Holzwickeder Junioren-Chef Gregor Podeschwa hatten. Der hat alles innerhalb des Vereins geklärt und somit konnte uns der HSC die Möglichkeit bieten, hier bei den U19-Junioren mitzuspielen.

Zwei Fußball-Lehrlinge aus „Down Under“ kicken beim Holzwickeder SC (Video)

Bleiben beim Holzwickeder SC am Ball: Brock Duffy (links) und Connor McLeod aus Australien. © xxx

Wo seid Ihr untergebracht?

Wir leben in Schwerte bei einer Gastfamilie. Hier integrieren wir uns ins Familienleben und in den Alltag - mit Schule und Fußball. Aktuell besuchen wir das Friedrich-Bährens-Gymnasium und nehmen hier teilweise am Unterricht teil. So verbessern wir aktiv nach und nach unsere Sprachkenntnisse. Wir sind sehr froh, dass wir diese Möglichkeit bekommen haben.

Jetzt lesen

Was ist anders im Training/Spiel in Deutschland zum Vergleich Australien?

Das Training und das Spiel sind hier viel schneller als in Australien. Natürlich ist hier auch das spielerische Niveau deutlich höher als bei uns. Der Verein und auch die Spieler sind professioneller ausgerüstet.

Jetzt lesen

Was hat Euch in Deutschland - in Holzwickede - überrascht?

In unserer ersten Woche waren wir sehr überraschend darüber, wie viel jeder hier in Deutschland über die Situation der Buschfeuer bei uns weiß. Meine Mitspieler und auch die Trainer wollten zudem viel über unser Land und auch den Fußball in Australien wissen. Alle hier sind sehr interessiert und weltoffen.

Was sind die Ziele? Profi in Deutschland oder zurück nach Down Under?

Connor McLeod: Meine Ziel in Deutschland ist es, innerhalb dieses Jahres viel über das Land zu erfahren und hier guten Fußball zu spielen. Es ist ein Traum im Ausland spielen zu dürfen und diese Erfahrung so zu nutzen, dass man später ein guter Fußballer wird, um anderen um einiges voraus zu sein.

Brock Duffy: Mein Ziel im Fußball ist es, auf dem höchsten Level zu spielen - sowohl hier in Deutschland als auch in Australien. Wenn ich die Möglichkeit bekomme, länger hierzubleiben, dann würde ich schauen, mein Ingenier-Studium an einer deutschen Universität zu machen und hier weiter zu spielen.

Jetzt lesen

Waren Eure Familien in Australien von den Bränden betroffen?

Wir kommen aus Rockhampton in Central Queensland und Toowomba bei Brisbane und können nur von Glück reden, dass unsere Region von den Bränden verschont geblieben ist.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt