Das ist die Zwischenbilanz der heimischen Bezirksligisten

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Mit Rot-Weiß Unna hat sich am Wochenende auch der letzte heimische Bezirksligist in die Pause verabschiedet. Die Bilanz der drei heimischen Vertreter fällt aber eher durchwachsen aus.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 18.12.2018 / Lesedauer: 4 min

Für die beiden Vertreter in der Staffel 8 aus Overberge und Holzwickede II war die erste Serie bereits am 9. Dezember vorbei. Zeit genug, um den ersten Teil der Saison Revue passieren zu lassen.

Radikaler Umbruch

Vor allem beim FC Overberge ist die Lage besorgniserregend, aber nicht wirklich überraschend. Schon vor der Saison deutete sich an, dass der radikale Umbruch an der Hansastraße seinen Tribut fordern würde. Nur wenige Spieler aus dem Kader der Vorsaison blieben erhalten, auf Neu-Coach Hans Bruch wartete eine riesige Mammutaufgabe. Es galt, viele junge Spieler in den Kader zu integrieren. Das gelang mehr schlecht als recht, im Herbst zog der Klub die Reißleine. A-Jugend-Coach Burghard Bachmann folgte nach, aber auch er bekam den Laden nur semioptimal in den Griff.

Doppelbelastung für die Talente

„Es war klar, dass diese Aufgabe keine leichte werden würde. Aber wir haben uns den Umbruch auf die Fahne geschrieben und werden den auch bedingungslos durchziehen.“ Doppelt schwer wiegt dabei die Tatsache, dass die vielen A-Junioren im Kader der ersten Mannschaft an den Spieltagen gleich zweimal über 90 Minuten ran mussten.

„Wenn die Jungs nur ein Spiel am Tag hatten, dann waren wir konkurrenzfähig. Waren es jedoch zwei, dann wurde es knapp“, verdeutlicht Bachmann. Aktuell bildet der FCO das Schlusslicht der Liga und hat zurzeit mit seinen fünf Punkten schon neun Zähler Rückstand aufs rettende Ufer. „Na klar wird das schwer, aber wir werden im Winter noch einmal alles in die Vorbereitung legen“, gibt Bachmann noch nicht auf. Gemeinsam mit den Routiniers im Kader will er das Ruder irgendwie noch herumreißen. Aber selbst wenn es nicht mehr klappen sollte, verliert man beim FC Overberge nicht die Nerven. „Dann werden wir eben nächsten Jahr wieder neu durchstarten“, so Bachmann.

HSC-Reserve holt schon 26 Punkte-

Jung, dynamisch und erfolgreich war bislang aus heimischer Sicht einzig und allein der Holzwickeder SC II. Die Oberliga-Reserve holte in der Staffel 8 starke 26 Punkte und belegt in der Tabelle derzeit den siebten Platz. „Wir haben ähnlich viele Punkte geholt wie in den Spielzeiten zuvor“, ist auch HSC-Coach Olaf Pannewig sehr zufrieden. „Allerdings ist die Mannschaft in dieser Saison deutlich jünger, als noch in den Jahren zuvor. Die fehlende Routine haben wir sehr gut kompensiert und uns in der starken Liga bestens zurechtgefunden.“

Verstärkung aus der Ersten

Hinzu kamen immer wieder auch Akteure aus der ersten Mannschaft des Holzwickeder SC, die natürlich das Qualitätslevel zusätzlich erhöhen. Allerdings treten dabei auch Probleme auf, denn einige Akteure der zweiten Mannschaft bekommen dadurch weniger Spielzeit als erhofft. Im Winter werden den HSC II aus diesem Grunde gleich drei Akteure verlassen. Offensiv-Spieler David Bernsdorf schließt sich dem Landesligisten SSV Mühlhausen-Uelzen an, Chris Heidenreich (TuRa Neuasseln) und Lukas Rauße (SF Sölderholz) treten kürzer und gehen in die tiefere Dortmunder Kreisliga B. Dafür kehrt mit Max Venos ein Langzeitverletzter zurück, zudem wird Dominik Loos aus der Ersten dauerhaft zum Kader der Reserve stoßen.

Die Lage in der Bezirksliga (7)

An der Tabellenspitze der Staffel 7 thront seit einigen Wochen die IG Bönen. Rot-Weiß Unna dümpelt hingegen in den unteren Regionen herum, konnte aber zumindest einen erfolgreichen Jahresabschluss feiern.

Mit dem 4:3 gegen Oestinghausen robbte sich RWU wieder an das gesicherte Mittelfeld der Liga heran. Zwar stehen die Rot-Weißen immer noch auf dem ersten Abstiegsrang, mit 15 Zählern ist der Abstand zum rettenden Ufer aber bis auf einen Zähler geschrumpft. Dort steht aktuell der SV Geseke. Die Spiele der Rot-Weißen waren im ersten Abschnitt der Saison zumeist eine Achterbahnfahrt, „Es gab viele Partien, in denen wir deutlich besser waren, die wir aber am Ende nicht gewonnen, oder sogar noch verloren haben.“ Das lag vor allem auch an der fehlenden Routine im Team. Die jungen Akteure zahlten immer wieder Lehrgeld und vergeigten gleich mehrfach in der Schlussphase noch Zwei-Tore-Vorsprünge.

Besserung sollen in der zweiten Saisonphase unter anderem auch noch einige Neuverpflichtungen bringen. Einer davon wird Philip Timmermann sein, der auch schon für den SSV Mühlhausen aktiv war.

Jede Menge frisches Personal hat sich bereits vor der Spielzeit die IG Bönen geangelt. Gerade am Anfang der Saison griffen die Räder dabei aber noch nicht gut ineinander, Abstimmungsschwierigkeiten waren an der Tagesordnung. Je länger die Saison dauerte, desto besser kam die Truppe von Coach Ferhat Cerci aber ins Rollen. Aus den letzten zehn Partien holte Bönen acht Siege und ein Remis. Lediglich ein Spiel ging verloren. Damit pflügte die IG durch die Tabelle und geht als Tabellenführer in die Pause. Mit 41 Zählern hat das Team aktuell sechs Zähler Vorsprung vor dem SuS Cappel, der allerdings noch zwei Spiele weniger bestritten hat.

Das Team aus Lippstadt stellt mit Nick Weber einen der aktuell besten Torjäger der Liga. Der ehemalige Junioren-Natiunalspieler muss sich den Platz an der Sonne aber mit dem Böner Ercan Taymaz teilen, der ebenfalls schon 22 mal „eingenetzt“ hat. Auf Rang drei des „Bomber-Rankings“ folgen mit Erkan Barslarli (IG Bönen) und dem Westönner Michael Heinz zwei weitere treffsichere Spieler. Beide kommen aktuell auf 14 Tore.

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