Das Sportgericht Unna/Hamm ermittelt! Waren alle Platzverweise von Schiedsrichter Decker-Törö im Unnaer Abbruchspiel angemessen? Dazu werden jede Menge Zeugen gehört.

27.09.2019, 12:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben Platzverweise hat Schiedsrichter Daniel Decker-Törö am vergangenen Wochenende im Abbruchspiel zwischen den Reserve-Teams von RW Unna und des SuS Oberaden ausgesprochen. Und alle sieben Strafen sind am kommenden Dienstag auch Thema der Sitzung des Sportgerichts Unna/Hamm. Sie überprüft dann, ob diese persönlichen Strafen gegen die Fußballer - allein sechs davon vom SuS Oberaden - auch alle gerechtfertigt waren.

„Ich habe jetzt die Stellungnahmen der Vereine bekommen und den Bericht des Schiedsrichter-Beobachters. Schiedsrichter Decker-Törö selbst hat keinen Sonderbericht geschrieben, ist aber als Zeuge geladen“, erklärte gestern der Vorsitzende des Sportgerichts Unna/Hamm, Michael Zahorodnyj, der die Sitzung im Vereinsheim des TuS Germania Lohauserholz leitet.

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Insgesamt 13 Zeugen hat er vorgeladen, darunter auch Christian Ritter (Vorsitzender des Fußballausschusses) und dessen Vater Ulrich (Kreisjugend-Obmann). Staffelleiter Horst Weischenberg wird hingegen nicht gehört, er habe nicht das gesamte Spiel verfolgt. Neben dem Unparteiischen Decker-Törö gehören die Vereinsvertreter von RW Unna und des SuS Oberaden zum Zeugenkreis. Des Weiteren zählen die sechs Fußballer des SuS Oberaden dazu, die jeweils einen Platzverweis erhalten haben.

Eines ist indes im Vorfeld bereits klar: Das Sportgericht Unna/Hamm kann die durch Daniel Decker-Törö ausgesprochenen Platzverweise nicht zurücknehmen. Zahorodnyj: „Wir können jeden einzelnen Fall nur hören und dann eventuell das Strafmaß regulieren, sollte es zu unverhältnismäßigen Platzverweisen gekommen sein. Fest steht, dass jeder der Spieler an diesem Wochenende nicht spielen kann und auf jeden Fall gesperrt ist.“ Eigens deshalb habe der Sportgerichts-Chef alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen möglichst zeitnahen Termin für die Sitzung zu finden. „Das ist ja im Sinne der Spieler und der Vereine, falls es ungerechter Weise Strafen gegeben hat.“

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Eine Bewertung der Leistung von Schiedsrichter Daniel Decker-Törö findet nicht statt. „Das ist nicht unsere Aufgabe, dafür ist der Schiedsrichter-Ausschuss zuständig“, erklärt Michael Zahorodnyj. Aber eines ist gewiss: Sollte das Sportgericht feststellen, dass Platzverweise unverhältnismäßig oder voreilig ausgesprochen wurden, dann sagt das auch einiges über die Leistung des Schiedsrichters aus. Das wiederum ist sicherlich auch ein Anhaltspunkt für den Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss, der sich mit dem Thema „Decker-Törö“ in der dann folgenden Woche beschäftigt.

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Erst am vergangenen Wochenende musste der Schiedsrichter des VfK Nordbögge die B-Kreisliga-Partie zwischen RW Unna II und dem SuS Oberaden II in der Nachspielzeit abbrechen, nachdem er zuvor sieben Platzverweise - sechs davon gegen den SuS Oberaden - ausgesprochen hatte. Vor allem vonseiten der Gäste kommt Kritik auf, dass dem Schiedsrichter das nötige Fingerspitzengefühl fehle.

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