Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt: Das vorzeitige Saisonende beschert den Volleyballern Freud und Leid. Der EVC Massen ist abgestiegen, ein anderes Team kann aber noch aufsteigen.

von Dirk Berkemeyer

Kreis Unna

, 07.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Corona-Pandemie macht auch vor den heimischen Volleyballern keinen Halt. In einer abschließenden Sitzung hat der Westfälische Volleyball-Verband (WVV) die Saison nun offiziell für beendet erklärt und genaue Regelungen getroffen, wie die Ligen in der kommenden Saison aussehen sollen.

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Mannschaften, die bis zum „Shut down“ schon fix auf- oder abgestiegen sind, werden auch in der kommenden Spielzeit entsprechend eingruppiert. Für Teams, die im restlichen Verlauf der Saison noch hätten auf- oder absteigen können, gelten spezielle Sonderregelungen. Davon betroffen ist aus heimischer Sicht auch der SuS Oberaden.

„Wir sind uns recht sicher, dass wir nächste Saison Oberliga spielen.“
Timo Brune, SuS Oberaden

Nach 15 von 18 Partien belegen die Oberadener in der Verbandsliga 4 den zweiten Tabellenplatz. Mit 36 Punkten hat der SuS nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Pivitsheide. Somit hätte der Aufsteiger im weiteren Saisonverlauf noch den Sprung auf Rang eins schaffen können. Laut der verabschiedeten Sonderregelungen kann Oberaden jetzt einen Antrag stellen, in der kommenden Saison in der Oberliga eingruppiert zu werden. „Das werden wir natürlich auch tun“, hat SuS-Akteur Timo Brune schon einen klaren Plan in der Tasche. „Wir sind uns auch recht sicher, dass wir nächste Saison Oberliga spielen werden. Eine Bestätigung von Verbandsseite steht aber noch aus.“

KSV jenseits von Gut und Böse

Nicht zum Tragen kommt hingegen die neue Regelung für den Oberadener Liga-Konkurrenten aus Königsborn. Der KSV belegt in der „Abbruch-Tabelle“ mit 18 Zählern den siebten Rang und steht damit jenseits von Gut und Böse. Nach oben hin geht eh nichts mehr, aber auch der Klassenerhalt ist definitiv schon sicher. Für den KSV geht es in der kommenden Saison in der Verbandsliga weiter.

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Gleiches gilt bei den Frauen für den TuS Bönen. Die TuS-Damen stehen mit 20 Zählern in der relevanten Tabelle auf dem siebten Rang. Abbruch-Glück für Bönen, denn Meschede auf dem achten Platz ist punktgleich. Bönen hätte damit theoretisch noch auf den Relegationsplatz rutschen können, ist nun aber definitiv gesichert. Aber auch Meschede kann einen Antrag auf Ligaverbleib stellen, sodass beide Teams in der kommenden Saison ziemlich sicher weiterhin Verbandsligist sein werden.

EVC Massen steigt definitiv ab

Definitiv abgestiegen ist in der gleichen Staffel hingegen der EVC Massen. In der nun eingefrorenen Tabelle hat der EVC drei Runden vor Schluss mit seinen neun Zählern schon uneinholbare elf Punkte Rückstand zum Relegationsrang. Somit sind hier bereits klare Fakten geschaffen und der EVC muss in der kommenden Spielzeit in der Landesliga ran.

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„Dadurch, dass viele Mannschaften nun aufsteigen oder aber nicht absteigen, wird es vor allem in den oberen Ligen zu einer Aufstockung der Staffeln kommen“, weiß Brune. „Das muss natürlich reguliert werden.“ Auch dazu sagt die Sonderregelung des Verbandes bereits etwas aus. Bei einer Staffelgröße von 14 Teams, die in der kommenden Saison wohl Standard sein wird, müssen am Ende der Spielzeit vier Mannschaften absteigen. Das zieht sich von oben nach unten durch, sodass die Sollstärken in der Spielzeit 21/22 wieder annähernd erreicht sein müssten.

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