Viel Wirbel um abgesagtes Match: Corona-Test für Spielerin des TC Methler

dzTennis

Eine Spielabsage des TC Methler am Wochenende sorgt für viel Wirbel. Eine Spielerin der ersten Mannschaft stammt aus dem Kreis Warendorf und musste sich einem Corona-Test unterziehen.

von Jan Luca Grüneberg

Methler

, 30.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Damen Verbandsliga 3, TC Kamen-Methler - TSC Hansa Dortmund abgesagt.

Das Spiel des TC Kamen-Methler gegen den TSC Hansa Dortmund musste aufgrund des Lockdowns in den Kreisen Gütersloh und Warendorf abgesagt werden, da eine Spielerin des TC aus dem Kreis Warendorf stammt. Der WTV schrieb in einer Mail, dass die Vereine nun selbstständig einen Ausweichtermin finden sollen.

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„Aufgrund dieser Situation mussten wir mit der gegnerischen Mannschaft einen Ersatztermin finden. Dazu haben wir einen offiziellen Ausweichtermin gewählt - Samstag, 15. August. Leider regierten sowohl der Trainer als auch die Mannschaftsführerin und Spielerinnen von Hansa Dortmund mit großem Unverständnis. Man könne ja nur die betroffene Spielerin aus Methler rausnehmen und es sei unsportlich. Wir verstehen uns aber als Team und die betroffene Spielerin gehört zu den ersten sechs Stammspielerinnen. Außerdem haben wir ja weitaus mehr Mannschaften als nur die Damen I, die auch bestückt werden müssen.“, sagte Methlers Mannschaftsführerin Mareike Müller zu der Situation. Sie führte fort: „Das Wichtigste ist für uns als Verein jedoch, dass wir uns an die Corona-Regeln halten. Deshalb gab es aus Vorstandssicht keine andere Möglichkeit, als das Spiel zu verschieben.“

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Die betroffene Spielerin wurde diese Woche sofort vom Training ausgeschlossen und hat sich einem Corona-Test unterzogen. Müller: „Natürlich kann ich verstehen, dass der TSC ausländische Spielerinnen einfliegt und der Ausweichtermin jetzt womöglich zusätzliche Kosten verursacht. Wir haben aber extra einen Termin gewählt, an dem sowieso Spieltag ist, was bedeutet, dass Hansas Ausländerinnen für diesen Termin wohl sowieso vor Ort wären. Wir haben auch gesagt, dass wir das Spiel kampflos an Hansa abgeben würden, wenn es für sie zu viel Aufwand bedeuten würde. Für uns gehen die Gesundheit und das Team vor. Gerade in so einer Übergangssaison sollte man respektvoll, vorsichtig und verständnisvoll miteinander und der Situation umgehen. Wir sollten alle glücklich sein, dass wir unseren geliebten Sport wieder ausführen dürfen, gesund sind und alles dafür tun, damit das auch so bleibt.“

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